Mobiles Bezahlungssystem

Handyparken soll ab Juli funktionieren

Mit Handy-Apps wie vom Anbieter Easypark sollen Autofahrer in Wuppertal nicht mehr nach Kleingeld suchen müssen, wenn sie einen Parkschein ziehen wollen. Archivfoto: Christian Beier
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Mit Handy-Apps wie vom Anbieter Easypark sollen Autofahrer in Wuppertal nicht mehr nach Kleingeld suchen müssen, wenn sie einen Parkschein ziehen wollen. Archivfoto: Christian Beier

Einführung in Wuppertal wurde zuletzt wegen Personal- und Lieferproblemen verschoben.

Von Anne Palka

Wuppertal. Im Juni soll das System bereit sein, mit dem Parktickets per Handy-App bezahlt werden können – im Juli soll es dann eingeschaltet werden, sagt Rolf-Peter Kalmbach, Abteilungsleiter Straßenverkehrstechnik der Stadt. Damit müssen Autofahrer nicht mehr an Kleingeld denken und ihr Ticket an Parkautomaten ziehen. Autofahrern, die das mobile Bezahlsystem nicht nutzen wollen, wird das aber weiterhin möglich sein.

Alle Fehler, die sich einschleichen können, haben sich eingeschlichen.

Rolf-Peter Kalmbach, Abteilungsleiter Straßenverkehrstechnik

Die Einführung der Handy-App für Wuppertaler Parkautomaten war eigentlich für Juli 2021 angekündigt, dann für Oktober 2021. „Alle Fehler, die sich einschleichen können, haben sich eingeschlichen“, sagt Rolf-Peter Kalmbach. Es habe bei der Stadt und bei den beauftragten Unternehmen Personalausfälle und deshalb Schwierigkeiten bei der Absprache gegeben. „Im Januar gab es dann eine gemeinsame Konferenz, bei der wir besprochen haben: Wo stehen wir eigentlich? Was ist noch zu tun?“ Das städtische Netzwerk, zum Beispiel die Verkehrscomputer, müssen mit der vorhandenen digitalen Infrastruktur von Unternehmen verknüpft werden, die solche mobilen Bezahlsysteme anbieten. Die Abstimmung zu diesen Schnittstellen gelang erst zu Beginn des Jahres 2022.

Der Plan war, dass das mobile Bezahlsystem zuerst in Barmen genutzt werden kann, jetzt soll es zeitgleich im ganzen Stadtgebiet zur Verfügung stehen. Dazu werden in den nächsten Wochen Aufkleber auf allen Parkautomaten angebracht, die das System erklären. Das sei bereits beauftragt, heißt es von der Stadt.

Barmen soll außerdem ein Navigationssystem eingeführt haben, das Autofahrer zu freien Parkplätzen leitet. Diese Technik basiert auf Kameras, die bis zu 38 Parkplätze gleichzeitig im Blick haben, und künstlicher Intelligenz. So erkennen sie Parklücken. Die Navigation soll den Verkehr reduzieren, der nur entsteht, weil Autos auf der Suche um den Block fahren. Bei diesem Teilprojekt habe es Lieferschwierigkeiten bei wichtigen Komponenten der Technik gegeben, sagt Rolf-Peter Kalmbach: „Wir haben Testgeräte ausschlachten müssen, um Reparaturen durchführen zu können.“

Dieses Leitsystem wird in Barmen getestet. Ein Indikator, dass es erfolgreich ist, sei, wenn der innerstädtische Verkehr abnimmt – erkennbar zum Beispiel an Luftmessungen. Langfristig sollte es auf Elberfeld ausgeweitet werden. Wegen Kostensteigerungen reicht das Budget nicht mehr, sagt Rolf-Peter Kalmbach. Es gebe aber die Überlegung, stattdessen auf konventionelle Bodensensoren auszuweichen, die weniger kosten als die moderne Technik, um das zweite Zentrum Wuppertals doch noch einbinden zu können.

Das Projekt ist ein Baustein der digitalen Stadtentwicklung „Smart City“, für die Wuppertal Fördergeld bekommt. Für das digitale Parkticket wird die Stadt die „Parco-App“ des Unternehmens Swarco verwenden, die in mehr als 80 Städten Deutschlands im Einsatz ist. Sie werde mit dem städtischen Internetauftritt verknüpft, auch eine Verknüpfung mit der Wuppertaler App „Bliggit“ sei in Vorbereitung. Nach einer Einführungsphase soll der Wettbewerb für alle am Markt etablierten Anbieter geöffnet werden.

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