Wuppertal: Gibt es im Luisenviertel wieder Ärger mit den „Erstis“?

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Pssst! Mit solchen Plakaten versucht die IG Luisenviertel alle Kneipengänger zu sensibilisieren, nach 22 Uhr leise zu sein. 

WUPPERTAL Seitdem es 2017 Trinkspiele auf offener Straße gab, sorgen die Kneipentouren für Ärger.

Am Montag wurden an der Bergischen Universität 4000 neue Studierende begrüßt, insgesamt lernen damit rund 23 000 junge Menschen an der Wuppertaler Hochschule. Auch in diesem Jahr werden die „Erstis“ ihre obligatorischen Kneipentouren durchführen. Wie jedes Mal sind in dieser Woche die Bars im Luisenviertel der Hauptanlaufpunkt der Fachschaften.

Seitdem es 2017 aber Trinkspiele auf offener Straße inklusive Megafon-Lärm gab, war das Verhältnis zwischen Studierenden und Wirten an der Luisenstraße zeitweise angespannt, Kritik kam vor allem von den Anwohnern.

Interessengemeinschaft erinnert an Ruhezeit ab 22 Uhr

Ärger mit den Kneipengängern gebe es immer wieder, hieß es aus der Nachbarschaft. Die Studenten hätten dann aber „den Bogen überspannt“. Es müsse deutlich werden, dass das Luisenviertel nicht nur Feiermeile, sondern auch Wohnquartier sei.

Die IG Luisenstraße versuchte auf die Kneipengänger einzuwirken. Seit Frühjahr wird im Viertel durch Plakate an den Häuserfassaden darauf hingewiesen, dass die allgemeine Ruhezeit ab 22 Uhr auch dort gilt. „Im letzten Jahr war es wesentlich ruhiger“, sagt etwa Frank Stausberg, Inhaber des Beatzundkekse. Zwar könnte es seiner Ansicht nach noch ruhiger werden, aber alles in allem seien die Studenten rücksichtsvoll. 

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Chaotisch sei es nur manchmal gewesen, wenn Fachschaften unangemeldet vorbeikamen. „Aber die meisten sprechen sich mit uns wegen der Uhrzeit dann ab“, erklärt Stausberg. In Kneipen wie dem Katzengold und im Cafe du Congo sind den Mitarbeitern derzeit keine Zwischenfälle bekannt.

Kennenlern-Programme werden von den Fachschaften organisiert

Naturgemäß fühlen sich jedoch die Anwohner schneller vom Lärm belästigt als die Wirte. „Viele Menschen wollen unter der Woche schlafen, da sie morgens zur Arbeit müssen.“ So schildern es auch die Betroffenen. Es sei schon nervig, wenn so viele Leute „praktisch bei einem vor dem Fenster stehen und laut sind“.

Für die diesjährige Einführungswoche hoffen alle Betroffenen auf rücksichtsvolles Verhalten. Organisiert werden diese Kennenlern-Programme, nach denen sich die Neuen besser an der Uni und in der Stadt zurechtfinden sollen, von den Fachschaften – also den studentischen Vertretungen. Die Uni-Pressestelle sagt dazu: „Wir haben Vertrauen in unsere Studierenden und gehen von keinen Vorfällen aus.“ est/vs

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