Pläne

Engelsjahr nimmt doch noch Fahrt auf

Der Auftakt ins Engelsjahr 2020 war noch hoffnungsvoll. Am Ende lief das Jahr ganz anders als erwartet. Archivfoto: Andreas Fischer
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Der Auftakt ins Engelsjahr 2020 war noch hoffnungsvoll. Am Ende lief das Jahr ganz anders als erwartet. Archivfoto: Andreas Fischer

Corona hatte alle Pläne für 2020 durchkreuzt – Nun sind Veranstaltungen im Herbst geplant

Von Katharina Rüth

Wuppertal. Nachdem das Engelsjahr 2020 durch die Coronakrise kurz nach dem Start ausgebremst wurde, soll es zum Endspurt bis zum 28. November 2021 noch einmal Fahrt aufnehmen. Die Organisatoren planen eine Reihe von Veranstaltungen, einige davon Nachholtermine für Ausgefallenes. Aber es kommen auch neue Veranstaltungen dazu.

„Wir planen jetzt die letzten drei Monate“, sagt Christoph Grothe, Geschäftsführer des Engelsjahres. „Und hoffen, dass es nicht wieder einen Lockdown gibt.“ Ab September werde es wieder den Flyer mit den Veranstaltungen des Monats geben, der überall in der Stadt verteilt wird. Mit den monatlichen Ankündigungen lasse sich besser auf die Corona-Entwicklung reagieren. „Es gibt noch viele Höhepunkte“, kündigt er an. Durch die höhere Anzahl an Veranstaltungen werde wieder ein Festival-Erlebnis möglich.

Fest steht, dass am 22. August, 21 Uhr, zum Abschluss der Open-Air-Kino-Reihe Talflimmern eine Publikumspremiere des Stückes „Ich kann des Nachts nicht schlafen vor lauter Ideen des Jahrhunderts“ stattfindet. Es war bereits online zu sehen, nun können Besucher der Alten Feuerwache Schauspielerin Julia Wolff auf der Bühne und Kamerabilder von Laura-Alina Blüming auf der großen Leinwand sehen. Die Oper „Intolleranza“ wird noch zweimal (13. und 27. August, jeweils 19.30 Uhr) als Livestream zu sehen sein.

Ausgefallene Vorträge sollen nachgeholt werden

Nachgeholt werden sollen die vier ausgefallenen Vorträge der Unital-Reihe und der Kongress der Hans-Böckler-Stiftung „Die Lage der arbeitenden Klasse“, bei dem der renommierte Wirtschaftswissenschaftler und Engelskenner Paul Mason einen Vortrag halten wird. Neu ist das „Engels-Special“ in der Politischen Runde der VHS: An vier Abenden soll es um Engels und seine Bedeutung für die Gegenwart gehen.

Christoph Grothe erinnert sich wehmütig daran, wie voll die ersten Veranstaltungen zum Engelsjahr waren. Als für den Auftakt mit vielen geladenen Gästen die Bürgerkarten vergeben wurden, hätten die Menschen Schlange gestanden. Veranstaltungen und Stadtführungen seien sehr gut besucht gewesen: „Überall waren Leute. Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.“ Corona habe sich schon beim ersten Kongress bemerkbar gemacht, denn chinesische Besucher kamen schon nicht mehr. Bald mussten Veranstaltungen abgesagt werden - insgesamt 50 fielen Corona zum Opfer. Alle Ausfälle seien schmerzlich, besonders schade findet er die Absage des Chorkonzerts „Eine Welt zu gewinnen“ von Ulrich Klan, und dass aus dem Stück „Der junge Engels“ des Kinder- und Jugendtheaters nichts geworden ist.

„Überall waren Leute. Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.“

Geschäftsführer Christoph Grothe

Als im Sommer 2020 wieder Veranstaltungen möglich waren, seien die wenigen Karten, die unter Coronabedingungen ausgegeben werden konnten, schnell weg gewesen. Froh ist Grothe, dass die beiden Ausstellungen mit Verspätung gezeigt werden konnten: die Kunstausstellung „Vision und Schrecken der Moderne“ und die Engels-Ausstellung „Ein Gespenst geht um in Europa“. Für eine Zeit ohne Tourismus seien sie sehr gut besucht gewesen.

Das Engelsjahr bestehe aber nicht nur aus den Veranstaltungen. Christoph Grothe verweist auf die drei Wandbilder an Häusern der Stadt, die Engelshotline, bei der Bürger Engelstexte anhören oder Nachrichten hinterlassen können, auf das in der Stadtbücherei entleihbare „Klassenkampfspiel“, das Mitspieler auf eine Rallye durch die Stadt schickt, und zahlreiche Bucherscheinungen. Ein neues Buch ist hinzugekommen: Es enthält Texte von Schülern aus Wuppertal und der Stadt Engels in Russland. Es wird am 3. September virtuell vorgestellt. Auch die Stadtführungen zu Engels, zu seiner Familie, den Textilfabriken und der Arbeiterbewegung seiner Zeit laufen weiter.

Hintergrund

Das Engelshaus kann derzeit schon mit Preview-Besuchen besichtigt werden, eine offizielle Eröffnung ist geplant. Eine Abschluss-Veranstaltung sei in Arbeit, verspricht Christoph Grothe.

www.wuppertal.de/engels2020

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