Lebensgefährlicher Pfusch     

Einsturzgefährdetes Haus: Polizei ermittelt gegen Baufirma

Das Technische Hilfswerk bei der Absicherung des Mehrfamilienhaus in der Elberfelder Nordstadt.
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Das Technische Hilfswerk bei der Absicherung des Mehrfamilienhaus in der Elberfelder Nordstadt.

Wuppertal. Neuigkeiten im Fall des einsturzgefährdeten Hauses in Wuppertal-Elberfeld: Die Polizei hat am Montag eine Strafanzeige gegen das Bauunternehmen geschrieben, das in dem Gebäude eine Kernsanierung von Wohnungen durchgeführt hat.

Von Daniel Neukirchen

Der Vorwurf: Baugefährdung. Nach Informationen unserer Zeitung ist bei den Arbeiten ein tragendes Bau-Element entfernt worden. In der Folge senkte sich der Boden in mindestens einer Wohnung. Zudem sollen Risse in den Wänden zu sehen gewesen sein.

Baugefährdung ist ein Straftatbestand des deutschen Strafrechts und wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn dabei Leib und Leben anderer Menschen gefährdet werden.

Fünf Bewohner des Hauses an der Nordstraße mussten bereits am Samstagabend evakuiert werden. Das Technische Hilfswerk stützte das Gebäude ab, um einen Kollaps zu verhindern. Ein Fachmann hat das Gebäude als „akut einsturzgefährdet“ eingestuft.

Artikel vom 9. Mai 2022

Mehrfamilienhaus in Wuppertal ist akut einsturzgefährdet

Wuppertal. In der Elberfelder Nordstadt mussten Polizei, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk anrücken, weil sich der Boden einer Wohnung nach unten durchbog. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Ein Mehrfamilienhaus an der Nordstraße in Elberfeld musste am Samstagabend evakuiert werden. Eine Bewohnerin hatte gegen 19 Uhr die Feuerwehr angerufen und mitgeteilt, dass sie sich um die Statik des Hauses sorge. Der Boden ihres Wohnzimmers biege sich nach unten durch, so dass einer ihrer Schränke bereits umzufallen drohe. Nach Angaben der Polizei konnte ein Fachmann bei einer ersten Begutachtung „die Sorgen der Frau nicht ausräumen“.

Ein Sprecher des Technischen Hilfswerks (THW) teilte unserer Zeitung mit, dass das Gebäude anschließend als „akut einsturzgefährdet“ eingestuft wurde. Die Helfer waren die ganze Nacht damit beschäftigt, Decken des Hauses abzustützen, um den Kollaps zu verhindern. Während des Einsatzes war die Nordstraße zwischen Ludwigstraße und Friedrichschulstraße für Autos und Fußgänger gesperrt. 

Laufende Sanierungsarbeiten im Visier der Kripo

Die fünf Bewohner des Mehrfamilienhauses (Nr. 18) in der Nordstadt mussten ihre Wohnung aus Sicherheitsgründen verlassen, bis ein Statiker weitere Untersuchungen durchgeführt hat.

Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei. Im Haus sollen nach Angaben der Polizei Sanierungsarbeiten laufen. Die Beamten untersuchen, ob diese gegebenenfalls nicht sachgemäß durchgeführt wurden. Nach Informationen unserer Zeitung soll in einer kernsanierten Wohnung eine tragende Wand entfernt worden sein.

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