Ronsdorf

Aufsehenerregender Fuchs vermutlich tot

Symbolbild: Ein Fuchs in der Stadt – die Population der Tiere sei zuletzt stark gestiegen, sagen Experten, die unter anderem auf immer mildere Winter verweisen. Foto: Yui Mok/dpa-Bildfunk
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Symbolbild: Ein Fuchs in der Stadt – die Population der Tiere sei zuletzt stark gestiegen, sagen Experten, die unter anderem auf immer mildere Winter verweisen.

Junges Tier hatte zuvor in Ronsdorf Aufmerksamkeit erregt

Von Katharina Rüth

Wuppertal. Erst vor kurzem erregte ein Fuchs, der immer wieder in Ronsdorf gesichtet worden war, Aufsehen. Jetzt wird befürchtet, dass er tot ist. Er soll von der Polizei erschossen worden sein. In den sozialen Medien wird heftig darüber diskutiert.

Der Fuchs war aufgefallen, weil er keine Scheu vor Menschen hatte – was untypisch ist. Normalerweise meiden Füchse den Kontakt zu Menschen. Andreas Wolf, Jagdpächter im Bereich Ronsdorf, vermutete, dass das Tier zutraulich wurde, weil es Futter bekam. Er hatte kleine Fleischportionen auf einem Discounter-Parkplatz an der Straße Am Kraftwerk gesehen.

Er warnte aber vor einem solchen Vorgehen. Denn auch ein zutraulicher Fuchs könne in Bedrängnis beißen, Hunde- oder Katzenfutter sei nicht artgerecht für einen Fuchs und zu wenig Scheu vor Menschen und Autos erhöhe die Gefahr, dass er im Autoverkehr zu Tode kommt.

Anwohner baten Polizei nachts um Hilfe - Polizei beriet sich mit Jäger

Nun ist er womöglich auf andere Weise getötet worden. Auf Nachfrage bestätigte Polizeisprecher Stefan Weiand, dass Beamte in der Nacht zu Mittwoch einen Fuchs erschossen haben. Anwohner der Straße An der Blutfinke hätten die Polizei zum ersten Mal um 1.10 Uhr nachts angerufen, weil ein Fuchs versucht habe, in ein Gebäude einzudringen. Bei ihrer Ankunft vor Ort konnten die Polizisten zunächst einmal nichts feststellen. Die Anwohner hätten sich aber noch ein zweites Mal um 2.30 Uhr gemeldet. Da hätten auch die Polizisten den Fuchs gesehen.

Sie hätten sich dann telefonisch mit dem zuständigen Jäger besprochen und der wiederum habe gesagt, dass eine Tollwutgefahr bestehen könne. Um die Menschen zu schützen, habe einer der Beamten den Fuchs dann erschossen. Polizeisprecher Stefan Weiand betonte: „So etwas macht keiner von uns gerne.“ Jäger Andreas Wolf hatte allerdings erklärt, dass in unseren Regionen Tollwut nicht mehr vorkommt. Und dass seiner Ansicht nach der junge Fuchs, der in Ronsdorf häufig gesehen wurde, gesund ist, keine Tollwut hat.

Im Stadtteil schien sich der Fuchs wohlzufühlen

Es ist aber unklar, ob es sich bei dem erschossenen Tier um dasjenige handelt, das regelmäßig im Ronsdorfer Stadtgebiet unterwegs war. Erstaunt ist auch Andre Geier von der Unteren Jagdbehörde. Er hat noch nichts von dem Vorfall gehört und will sich bei den zuständigen Jagdpächtern kundig machen. Auch die Jagdpächter wüssten nichts davon. Dabei hätten diese das alleinige Recht, in dem jeweiligen Jagdrevier Tiere zu schießen. Auch vom Bergischen Veterinäramt in Solingen kurzfristig nicht zu erfahren, ob dort der Verdacht einer Tollwut bei einem Fuchs gemeldet wurde.

Der zuvor mehrfach gesichtete Fuchs hatte mit seinen dunklen Pfoten, einem dicken buschigen Schwanz und prächtigem, orangebraunem Fell viel Aufsehen erregt: „Ein schönes Tier“, befand Jäger Wolf. Der junge Fuchs schien sich im Wuppertaler Stadtteil Ronsdorf wohlzufühlen.

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