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Spannende Spaziergänge durch Wuppertal

Franziska Györfi arbeitete als eine von 50 Wuppertaler Studenten an der „ViertelTour“-App mit.
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Franziska Györfi arbeitete als eine von 50 Wuppertaler Studenten an der „ViertelTour“-App mit.

Wuppertal. Neue App der Bergischen Universität: Nutzer können zwischen neun verschiedenen Touren durch Elberfelds Zentrum wählen.

Von Jonas Meister

Was lange währt, wird endlich gut. Dieses Motto trifft die Arbeit, die Kristian Wolf und 50 seiner Studenten in den vergangenen Jahren geleistet haben, wohl am besten. 2015 entschloss sich der Professor für Design interaktiver Medien an der Bergischen Universität, in seinem Lehrgebiet als Studienprojekt eine App zu entwickeln, um den Stadtraum in Wuppertal über Spaziergänge erfahrbar zu machen. Doch daraus wurde nichts, wie Wolf jetzt erzählte: „Zunächst wollten wir über die Bäume in der Stadt sprechen. Im Planungsprozess wurde uns dann aber schnell klar, dass es im Umfeld der Universität so viele tolle Experten gab, die alle unglaublich spannende Geschichten zu erzählen hatten.“

Bis die Macher ihr Projekt „ViertelTour“ im Luisenviertel jetzt endlich vorstellen konnten, dauerte es aber eben. Die Arbeit für Android-Geräte übernahm Informatikstudent Kevin Kollek. Anders lief es bei der Programmierung für Apple-Smartphones. Hier hatten die Studenten so viele Schwierigkeiten, dass Anfang 2021 die Softwareentwickler der Agentur FKT42 aus Hamm die Arbeit vollenden mussten.

Das restliche Projekt stammt aber komplett aus der Feder der Studenten wie Franziska Györfi: „Ich habe mit drei Kommilitoninnen das Interface-Design, also die Benutzeroberfläche, über die die User die einzelnen Touren anwählen und sich durch die einzelnen Stationen navigieren können, übernommen.“ Unter der Leitung von Tim Müller, dem akademischen Oberrat im Studiengang Design audiovisueller Medien, begleiteten Gruppen von bis zu fünf Studenten die Experten mit Mikrofonen und Kameras durch Elberfeld, um die einzelnen Aufnahmen zu produzieren.

Projekt könnte über Elberfeld hinaus ausgeweitet werden

Dass es die bislang nur aus einem Stadtteil gibt, ist den Machern der App klar. Bleiben muss es dabei aber überhaupt nicht. „Das Projekt ist in seiner Grundstruktur so konzipiert, dass es in Zukunft auch in Zusammenarbeit mit anderen Studenten auch in anderen Teilen von Wuppertal fortgesetzt werden kann. So sprechen wir etwa mit dem Wuppertal Institut über eine Zusammenarbeit“, skizziert Kristian Wolf die weiteren Pläne.

Bis es aber so weit ist, können Nutzer in der App neun verschiedenen Touren durch Elberfelds Zentrum auswählen. Die Spaziergänge sind zwischen 0,3 und 1,9 Kilometern lang. Der längste mit Literatur- und Sozialwissenschaftler Dr. Michael Okroy zum Thema „Wuppertal im NS-Staat“ dauert 50 Minuten. Die App steht kostenlos zum Download bereit.

www.vierteltour.uni-wuppertal.de

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