Mit „City Hub“ zieht die Zukunft ein

Alte Villa ermöglicht modernes Arbeiten im Luisenviertel

Jennifer Schröder und Florian Kroll von Codeks im künftigen Literaturcafé „Die Eule“. Foto: Christof Koepsel
+
Jennifer Schröder und Florian Kroll von Codeks im künftigen Literaturcafé „Die Eule“.

Codeks, Wuppertals größter Coworking-Space, erhält einen zweiten Standort fürs gemeinsame Arbeiten und Netzwerken.

Von Daniel Diekhans

Wuppertal. Bisher ist die Nummer 15 am Laurentiusplatz in Wuppertal vor allem ein geschichtsträchtiges Haus. Zwischen 1835 und 1847 erbaut, gehört die Villa zu den architektonischen Schmuckstücken des Luisenviertels. Zuletzt arbeitete hier die Verwaltung der katholischen Gemeinde. Mit dem Eigentümerwechsel von der Kirche zur Firmengruppe Küpper im vergangenen Jahr war der Weg frei für eine Umgestaltung.

Mit dem „City Hub“ zieht nun die Zukunft ins klassizistische Gebäude ein. Und zugleich bekommt das Codeks, Wuppertals größter Coworking-Space, einen zweiten Standort fürs gemeinsame Arbeiten und Netzwerken. Offiziell wird die neue Codeks-Filiale erst am 16. März eröffnet. Nach vorheriger Anmeldung können Besucher aber schon jetzt einen Blick hinter die denkmalgeschützte Fassade werfen. Neben dem Codeks am Arrenberg, der auf 2000 Quadratmetern Büros und Veranstaltungsräume bietet, kommen im Haus Nummer 15 weitere 600 Quadratmeter Platz hinzu.

Die Idee ist, dass sich die Leute hier kurz mal rausziehen können aus ihrem hektischen Alltag.“

Florian Kroll, Codeks-Geschäftsführer

Wer am Eingang von Codeks-Geschäftsführer Florian Kroll in Empfang genommen wird, dem fällt direkt die Duftmischung aus frisch gekauften Möbeln und Parkettboden auf. Diesen Mix aus altem Bestand und moderner Einrichtung findet man auf allen drei Etagen. Bürostühle und Tische stehen für alle bereit, die sich mit ihrem Laptop hinsetzen und loslegen wollen. Um die zuvor herrschende Nüchternheit aufzubrechen, wurde das Parkett vom Teppichboden befreit und aufpoliert. Hinter Raufasertapeten und Beton kommen wieder Fachwerk und Backsteine zum Vorschein.

„Kaffee und Internet müssen bei uns immer vorhanden sein“, fasst Kroll lächelnd die Grundlagen zusammen. Im ganzen Haus sind bereits Glasfaserkabel verlegt, um schnelle Verbindungen zu ermöglichen. Mit dem Literaturcafé „Die Eule“ im Erdgeschoss gibt es aber ein Format, das auch die über 300 Mitglieder der Codeks-Community noch nicht kennen. Im Café gibt es nicht nur Getränke, Kuchen und Bücherregale in historischem Ambiente. Dort, so Kroll, sei eben „Entschleunigung das Stichwort“: „Die Idee ist, dass sich die Leute hier kurz mal rausziehen können aus ihrem hektischen Alltag.“ In Kooperation mit der Buchhandlung von Mackensen sollen in der „Eule“ etwa Lesungen stattfinden.

Maskenpflicht gilt im gesamten Gebäude

Was die Gastronomie noch nicht bieten kann, ist eine „warme Küche“. Angedacht sei aber, betont Kroll, auch auf diesem Gebiet nach Kooperationspartnern zu suchen. Als möglichen Partner kann sich der Geschäftsführer das Café Medusa, das sich im Hinterhof des neuen Coworking-Spaces befindet, vorstellen. Außerdem arbeiten an der Café-Theke die „Community-Managerinnen“. Alle, die im Haus arbeiten möchten – ob auf einem Tages- oder Monatsticket –, können sich beim Zweierteam Anne Reese und Jennifer Schröder informieren. Sobald ein Nutzer den digitalen Zugang zur Eingangstür erhalten hat, kann er jederzeit im Haus wirken.

Das an den Café-Bereich angeschlossene Kaminzimmer steht ebenfalls für Veranstaltungen zur Verfügung. „Die Bestuhlung kann erweitert werden“, erklärt Kroll, „so dass bis zu 30 Gäste Platz haben.“ Im ersten Obergeschoss sind vier Räume eingerichtet worden, die zu einem großen Büro zusammengefasst werden können. Zur Ausrüstung gehören Whiteboards, Drucker und eine schalldichte Telefonkabine. Ähnliches Equipment hat die oberste Etage, die aus einem „Teambereich“ für bis zu 20 Personen besteht.

Die Planung für das „City Hub“ berücksichtigt auch die pandemische Lage. „Wir werden darauf achten“, sagt Kroll, „dass immer genug Abstand zwischen unseren Gästen ist.“ Vorgesehen ist, dass am Arbeitsplatz die 3G-Regel herrscht. Ab einer bestimmten Teilnehmerzahl sollen bei Veranstaltungen strengere Regeln gelten. Die Maskenpflicht gilt im gesamten Gebäude, die Maske darf nur am eigenen Schreibtisch abgenommen werden.

Auch in Solingen gibt es einen Coworking-Space: In der Innenstadt zusammen arbeiten und netzwerken

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Busfahrerin verliert Kontrolle und klemmt Taxi ein
Busfahrerin verliert Kontrolle und klemmt Taxi ein
Busfahrerin verliert Kontrolle und klemmt Taxi ein
9-Euro-Ticket: So fahren Bus und Schwebebahn in Wuppertal
9-Euro-Ticket: So fahren Bus und Schwebebahn in Wuppertal
9-Euro-Ticket: So fahren Bus und Schwebebahn in Wuppertal
Palästinensische Jugendliche entdecken Wuppertal und die Region
Palästinensische Jugendliche entdecken Wuppertal und die Region
Palästinensische Jugendliche entdecken Wuppertal und die Region
Düsseldorfs autofreies Ökodorf
Düsseldorfs autofreies Ökodorf
Düsseldorfs autofreies Ökodorf

Kommentare