Umweltverschmutzung

Die Wupper wird öfter verunreinigt

Frank Meyer (l.) und Hubert Leonard Nobis. Foto: Anna Schwartz
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Frank Meyer (l.) und Hubert Leonard Nobis.

Stadt Wuppertal, Stadtwerke und Wupperverband machen aufmerksam.

Von Claudia Kasemann

Wuppertal. Ob Öl aus einem defekten Motor oder Schmutzwasser nach privater Autowäsche, ob Reste eines Fassadenanstrichs oder weggeworfener Müll in der Wupper: Mehr Fälle von Wasserverunreinigung haben Stadt, Wuppertaler Stadtwerke und Wupperverband insbesondere während der vergangenen Wochen und der Zeit von Corona registriert.

Dabei sei allerdings unklar, ob die Umweltsünden tatsächlich zugenommen haben oder ob sie von aufmerksamen Wuppertalern zu Hause oder im Homeoffice vor allem vermehrt beobachtet und gemeldet worden seien, ist aus dem städtischen Ressort Umweltschutz zu erfahren. „Die Dunkelziffer ist hoch“, sagt Hubert Leonard Nobis, Abteilungsleiter im städtischen Ressort Umweltschutz, der darauf hinweist, dass Verursacher mit einer Geldstrafe von bis zu 50 000 Euro belegt werden können.

Zwischen 80 und 100 Meldungen gingen durchschnittlich pro Jahr über den Feuerwehr-Umweltalarm ein, so Nobis, „grob geschätzt etwa zwei Drittel davon betreffen Gewässer.“ Eine genaue Auswertung sei erst zum Jahresende möglich.

„Wasserverunreinigung ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein Straftatbestand“, betont Umweltdezernent Frank Meyer. Vielen Menschen sei nicht bewusst, dass es in Wuppertal in den meisten Stadtbezirken ein getrenntes Kanalnetz für Schmutz- und Regenwasser gibt, erklärt Christian Massing von den Wuppertaler Stadtwerken (WSW).

Fahrzeugwäsche auf privatem Grundstück ist unzulässig

Was bedeute, dass beispielsweise Wischwasser oder Pinselreiniger fälschlicherweise im Gully landeten und damit quasi direkt in der Wupper, obwohl sie in einen häuslichen Abfluss gehörten. Auf den Recyclinghöfen und bei den Schadstoffsammelstellen der AWG könnten Altöl, Farb- und Lackeimer, in haushaltsüblichen Mengen kostenlos abgegeben werden.

Die Fahrzeugwäsche auf privaten Grundstücken ist übrigens in den meisten Fällen unzulässig, „auch wenn gerade ältere Wuppertaler wie wir es aus unserer Jugend noch so kennen“, scherzte Andreas Mucke beim Ortstermin an der Alten Zollbrücke in Heckinghausen, wo unlängst weiße Farbe in der Wupper schwamm. Wie auch Thomas Klein vom Wupperverband lobt der Oberbürgermeister das Engagement vieler Ehrenamtler, Wupperpaten und Wupperranger, die sich um den Fluss kümmerten. „Das wird durch solche Verunreinigungen jedes Mal wieder aufs Spiel gesetzt.“

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