Uni wünscht sich mehr Busse direkt bis zum Campus

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Der Weg zur Uni in Wuppertal ist für Studenten, die mit dem Bus fahren müssen, zumindest zu Stoßzeiten nicht immer angenehm. Archivfoto: afi

Wuppertal: Kritik an Konzept von Stadt und WSW.

Wuppertal. Der Weg zur Uni in Wuppertal ist für Studenten, die mit dem Bus fahren müssen, zumindest zu Stoßzeiten nicht immer angenehm: Überfüllte Busse, die nicht alle zentral vom Hauptbahnhof fahren. Jetzt hat die Stadt erste Lösungsansätze entwickelt. Der von der Stadt favorisierte Ansatz stößt aber bei der Uni auf wenig Gegenliebe. Eigentlich war einmal geplant, dass zur Uni eine Seilbahn fahren soll – bis die Bürger sich im Mai mit einer Mehrheit von fast 62 Prozent gegen die Pläne gestellt haben.

Jetzt schlägt die Stadt vor, den Oberen Grifflenberg in beiden Fahrtrichtungen zu öffnen, und die Busstrecken bis zum Hauptbahnhof zu verlängern. Dann entfällt die Umfahrt über die Max-Horkheimer-Straße und die Mensa; die Fahrstrecke wird kürzer. Von der Uni aus sollen Bussonderfahrstreifen in den Abschnitten Oberer Grifflenberg bis Blankstraße, Kleeblatt und Bahnhofstraße, jeweils in Fahrtrichtung Hauptbahnhof eingerichtet werden. Mit diesen Maßnahmen geht die Stadt von zwei zusätzlich benötigten Bussen aus - inklusive Personal soll das 100 000 Euro im Jahr kosten. Die Stadt müsste grob geschätzt 920 000 bis 960 000 Euro ausgeben – etwa für Ampeln und Markierungen.

Studierende zahlen übers Semesterticket für den ÖPNV

Die Uni ist mit der Variante aber nicht einverstanden (siehe Kasten). „Für die Universität ist die Verlängerung aller Busse zum Hauptbahnhof mit den Ausweitungen der Kapazitäten der einzig annehmbare Vorschlag. So kann in Stoßzeiten die Kapazität erhöht und eine schnellere Taktung der Busse erreicht werden“, so Universitätssprecherin Jasmine Ait-Djoudi. „Dass es eine beliebte, hoch nachgefragte Universität in Wuppertal gibt, war in Zeiten der Döppersberg-Planung bekannt. Insofern darf es jetzt nicht heißen, der neue Busbahnhof sei durch die Mobilitätsanforderungen der Universität überfordert. Das haben zum Glück auch Stadt und WSW erkannt.“

Die Uni sieht die Kosten für die WSW durch das Semesterticket als gedeckt: „Nach Auffassung unserer Studierenden und Mitarbeitenden rechtfertigen die geleisteten Kostenbeiträge den kalkulierten Mehraufwand der Stadtwerke durchaus – zumal ja ein Großteil der Studierenden erhebliche Beiträge bezahlt, ohne Leistungen in Anspruch zu nehmen.“

Zumindest eine Verlängerung der Verbindungen dürfte die Studenten erfreuen. Die Stadthalle hat sich als Haltestelle nicht durchgesetzt. Stattdessen nutzen die Studenten ab Döppersberg die regulären Linien, die auch an der Universität halten - zum Leid der übrigen Fahrgäste, die dann in vollen Bussen stehen.

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