Mobilität

Wie das 9-Euro-Ticket in Wuppertal das Schwarzfahren beeinflusst

Was hat das 9-Euro-Ticket in Bezug auf Schwarzfahrer geändert?
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Was hat das 9-Euro-Ticket in Bezug auf Schwarzfahrer geändert? 

Wuppertal. Mit Einführung des 9-Euro-Tickets ist das Reisen innerhalb Deutschlands extrem günstig geworden.

In Zeiten massiver Preissteigerungen, ist das günstige Ticket für viele ein Segen. Auch für die Stadtwerke Wuppertal. Das 9-Euro-Ticket ist im Juni 2022 eingeführt worden. Nicht nur der geringe Preis ist erstaunlich, sondern auch dessen Auswirkungen.

In einer Zeit, in welcher die Kosten für Bus und Bahn ins schier Unermessliche stiegen, neigten einige Menschen dazu, auf den Kauf eines Tickets zu verzichten. Lieber nahmen sie das Risiko in Kauf, kontrolliert zu werden und Strafe zahlen zu müssen. Für Pendler konnte es durchaus eine rentable Kosten-/Nutzenrechnung sein. Doch eben jene Rechnung hat sich jetzt geändert. Die Deutsche Presseagentur berichtete in einem Artikel von einem Zusammenhang zwichen dem 9-Euro-Ticket und Schwarzfahren. Mehrere Mobilitätskonzerne konnten einen Rückgang von Schwarzfahrern feststellten. Die Auswirkungen scheinen sich laut des Artikels vor allem im regionalen Bereich auszuwirken, weniger jedoch im innerstädtischen Nahverkehr.

Wie also sieht es in Wuppertal aus mit den Zahlen der Schwarzfahrer? Der Pressesprecher der Wuppertaler Stadtwerke Holger Stephan erklärt, dass sich die Zahlen der Schwarzfahrer geändert hätten - und zwar drastisch. Um 80 Prozent weniger Menschen waren ohne gültigen Fahrschein unterwegs.

Die Berechnung bezieht sich auf den Monat Mai 2022 im Vergleich zum Juni 2022; sprich im Mai haben rund 80 Prozent mehr Menschen kein Ticket gezogen. Wichtig zu bedenken ist dabei folgendes: Die Zahl der Kontrolleure sei mit Einführung des Tickets unverändert geblieben. Es seien lediglich mehr Menschen mit dem günstigen Fahrschein unterwegs gewesen. “Das haben wir dem 9-Euro-Ticket zu verdanken“, resümiert Stephan.

Die Höhe der Strafe fürs Schwarzfahren beläuft sich auf 60 Euro. Ein verschwindend geringer Preis scheinen da neun Euro zu sein. Die Kosten-/Nutzenrechnung, die sich im Mai noch zu lohnen schien, tat es im Juni dann nicht mehr. -ch-

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