Vorstudie soll die Zukunft klären

Stillgelegte Bahnstrecke

Von Jonas Meister

Wuppertal/Radevormwald Am Ende war es der Bau der Wuppertalsperre, der für die Bahnstrecke Wuppertal-Radevormwald das Ende bedeutete. Nachdem zwei Bahnhöfe im Wasser versanken, wurden nach und nach auch die Gleise auf anderen Teilen der Trasse demontiert. Über 40 Jahre später könnte der Bahnstrecke auf Initiative der Städte Wuppertal und Radevormwald hin bald neues Leben eingehaucht werden. Ob und wann wieder regelmäßiger Personenverkehr durch das Bergische Land rollen wird, ist noch unklar. Sicher ist, dass es die Absicht in den Stadtspitzen gibt.

Auch deshalb trafen sich nun die beiden Oberbürgermeister Uwe Scheidewind und Johannes Mans. „Dabei war man sich einig, dass das Verfahren zur Reaktivierung der historischen Bahnstrecke fortgesetzt wird“, berichtete Wolfgang Scholl von der Stadt Radevormwald. „Um den Prozess weiter anzuschieben, hat man sich darauf geeinigt, dass nun eine Vorstudie in Auftrag gegeben wird, um zu prüfen, ob eine Wiederinbetriebnahme technisch, rechtlich, ökologisch und ökonomisch überhaupt realistisch wäre.“ Start der Untersuchung, die etwa 50 000 Euro kosten soll, soll Anfang des Jahres 2022 sein. Die Ergebnisse sollen dann im Sommer vorliegen und zeigen, wie ein planmäßiger Personenverkehr aussehen könnte.

Von einer S-Bahnverbindung etwa ist gar nicht die Rede. Scholl: „Natürlich werden wir keine Luftschlösser bauen und warten die Vorstudie ab. Der Einsatz eines batteriebetriebenen Ecotrains könnte eine Option sein, egal ob der nun viermal oder zehnmal am Tag fährt.“ Falls es am Ende wirklich zu einer Umsetzung des Projekts kommt, schaut man im Bergischen beim Thema Geld auch auf die Regionale 2025.

Die 15 Kilometer lange Strecke steht unter Denkmalschutz

Auch aus Sicht des Vereins Bergische Bahnen/Förderverein Wupperschiene, der die etwa 15 Kilometer lange Strecke gekauft hat und unter Denkmalschutz stellen ließ, kommt die Idee einer Reaktivierung gut an. Der Vereinsvorsitzende Ulrich Grotstollen: „Am Bahnhof Oberbarmen könnte ein Ecotrain seine Batterien über den Stromabnehmer an der Oberleitung aufladen. Ähnlich würde es am Bahnhof Radevormwald funktionieren, wo dann eine Ladestation installiert werden könnte.“

Die Bahngleise selbst sind seit 2009 wieder in Betrieb und werden von der Rhein Sieg Eisenbahn (RSE) betrieben.

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