Ein vorlauter Maskenmuffel muss zahlen

Kontrolle in Remscheid

Remscheid -ric- Ein paar entblößte Nasen, mit viel mehr bekamen es Melanie Grune und Michael Hahn gestern nicht zu tun. Die Einsatzkräfte des Kommunalen Ordnungsdienstes baten ums Zurechtrücken der Mund-Nase-Maske. Nur einen Maskenmuffel mussten sie zur Räson bringen. Ab 7 Uhr waren sie in den Bussen unterwegs, um die Maskenpflicht zu kontrollieren. Das Ordnungsamt nahm damit an einer Schwerpunktaktion der Behörden mit den Bus- und Bahnbetreibern im Öffentlichen Personennahverkehr teil. Das Ergebnis: „Die allermeisten Menschen halten sich an die Regeln“, sagen Melanie Grune und Michael Hahn: „Allenfalls ist einmal die Maske verrutscht.“ Auf ihren Hinweis reagierten die Fahrgäste freundlich. Nur ein Jugendlicher mochte nach der Erzählung von Melanie Grune und Michael Hahn gar nicht einsehen, dass er die Maske auch in der Warteschlange vor dem Bus tragen muss. Sie ließen eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit folgen, und für den jungen Mann wird ein Bußgeld fällig.

Bei den meisten anderen Fahrgästen kam die Präsenz des Ordnungsamtes in den Bussen gut an. Allzu häufig bekommen sie Melanie Grune und Michael Hahn in Zukunft aber nicht mehr zu sehen. Zwar hatte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) angekündigt, für Maskenmuffel würden 150 Euro fällig. Doch die Stadt winkte ab: Der Ordnungsdienst habe anderes zu tun, als Bus und Bahn zu fahren. „Das Hausrecht liegt bei den Stadtwerken“, bekräftigte Ordnungsdezernentin Barbara Reul-Nocke (CDU). Doch kontrollieren kann die Maskenpflicht auch der Busfahrer nicht.

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