Musikfestival

„Visionarie“ bringen den Arrenberg zum Klingen

Iris Panknin (v.l.), Helmar Trompelt und Bettina Paust freuen sich gemeinsam auf „Viertelklang – Visionarie“. Am Samstag ab 18.15 Uhr ist es am Arrenberg so weit.
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Iris Panknin (v.l.), Helmar Trompelt und Bettina Paust freuen sich gemeinsam auf „Viertelklang – Visionarie“. Am Samstag ab 18.15 Uhr ist es am Arrenberg so weit.

Zehnte Auflage des Festivals mit Musikvielfalt und ungewöhnlichen Orten in Wuppertal

Von Monika Werner-Staude

Wuppertal. Es sei das Wuppertaler Quartier mit den meisten verschiedenen Nationen, sagt Iris Panknin. Sie selbst lebt seit vielen Jahren dort, einer von 5450 Menschen zwischen Robert-Daum-Platz im Osten und Elberfelder Heizkraftwerk im Westen. Iris Panknin ist Pädagogin von Beruf, gibt Musikerin als Berufung an. Sie wirkt nun aktiv beim Viertelklang mit, als Kuratorin und als Sängerin mit ihrer Band. Das Festival bringt in seiner zehnten Auflage ihr Viertel, den Arrenberg, am 13. August zum Klingen. Viereinhalb Stunden lang von 18.15 bis 22.45 Uhr, mit 13 Gruppen, Einzelmusikerinnen und -musikern, 16 Konzerten an acht verschiedenen Orten.

Immer am ersten Samstag nach den Sommerferien geht es los

2011 traten, damals im Luisenviertel, erstmals lokale und regionale Musiker verschiedenster Stilrichtungen an ungewöhnlichen Locations auf, die es abzuwandern galt. Das Festival Viertelklang wurde von Anfang an zusammen mit Solingen und Remscheid, später auch mit Velbert und Heiligenhaus und Förderung durch das Land realisiert.

Kulturbüroleiterin Bettina Paust freut sich über die Bedeutung, die Viertelklang für das Land habe, die es „zu seinen Leuchtturmprojekten zählt“, weiß, dass es ohne seine Gelder nicht gehen würde. Wie immer machen die Wuppertaler am ersten Samstag nach den Sommerferien den Anfang, ziehen die anderen im September nach, gibt es Künstlerinnen und Künstler, die hier wie dort auftreten.

Für Helmar Trompelt, der den langjährigen Organisator und Ruheständler, Ulrich Marxcors, abgelöst hat, ist es der erste Auftritt. Und einer, der es in sich hat – erst seit Juni arbeitet er Vollzeit im Kulturbüro, hat in wenigen Wochen das hinbekommen, wofür man eigentlich ein Jahr braucht. Ihm zur Seite Iris Panknin, was auch eine Neuerung ist. „Wir wollten bewusst Menschen aus dem Viertel einbinden, die sich dort auskennen“, erklärt Paust.

„Visionarie“ lautet der Titel diesmal. Der Schriftzug wurde auf einer Hausmauer in Arrenberg aufgesprüht, lädt zu Wortspielen wie „Vision und Arie“, „Visionäre“ oder „Vision in Arrenberg“ ein. Das Festival gastiert erstmals in dem Viertel, das gemeinhin zu den aufstrebenden und innovativen Quartieren der Stadt zählt.

Das im Vergleich mit früheren Ausführungen etwas kompaktere Programm macht gleich drei Open-Air-Angebote, was auch der Pandemie geschuldet ist. Trompelt: „Außerdem werden etwas weniger Tickets verkauft und achten wir darauf, dass wir auch größere Locations haben.“

Eine solche ist sicherlich der Gutenbergplatz, wo es erstmals eine gemeinsame (und kostenfreie) Eröffnung gibt. Auf der Bühne stehen zunächst die Iris Panknin Brothers mit „Jazzymotional Soulful Pop“ und später Andreas Galluccio mit einer Live-Loop-Performance. Weitere Draußen-Auftrittsmöglichkeiten bieten das Café Simonz – hier spielt das Duo Romi, die kleinste Bigband der Welt. Und der Martin-Niemöller-Platz, wo das Musik- und Tanztheater Filidonia den ganzen Abend lang eine multimediale und genreübergreifende Videoinstallation bespielt.

Ganz in der Nähe werden das Estudio de Tango und die Brokat Bar zur Bühne für Rock- und Popmusik (Stefan Neumann) sowie lateinamerikanisch inspirierte Klänge (Trio „El Patio“) und Jazzmusik (Axel Fischbacher Trio). Der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden die ehemalige Trinitatiskirche, in der zwei Duos (Andreas Hermanski und Igor Parfenov sowie Jonas Jacob und Nana Okumura) klassische Musik spielen.

Und das historische Weinkontor, das zur Kulisse für experimentelle Musik von „Fleischwolf“ (Gunda Gottschalk und Achim Konrad) sowie double exposure (Salome Amend und Raissa Mehner) wird. Im „Sommerloch“ bespielten Marie Basel (die 2022 den Von-der-Heydt-Förderpreis erhält) und Jonas David vor einigen Jahren schon mal die codeks Factory / Arena, nun finden sie mit ihrer Band erneut dort zusammen.

Die Besucher haben nun die Qual der Wahl, können aber auch von Musikangebot zu Musikangebot schlendern.

Hintergrund

„Viertelklang – Visionarie“  findet am Samstag, 13. Augst, 18.15 Uhr bis 22.45 Uhr, in Arrenberg statt. Das Programm liegt an den bekannten Vorverkaufsstellen aus und steht im Netz  zum Download bereit: viertelklang.de

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