Verwaltung fehlen die Mitarbeiter

Strukturelles Problem

Von Eike Rüdebusch

Wuppertal Die Stadt steht vor großen Problemen. Personaldezernent Johannes Slawig geht von rund 2000 Mitarbeitern aus, die zwischen 2021 und 2029 die Verwaltung verlassen werden. Das ist gut die Hälfte der städtischen Mitarbeiter. Slawig spricht von einer „Welle“ ausscheidender Mitarbeiter. Eine Welle, die von der Stadt wegzieht, statt auf die Stadt zuzurollen. Slawig spricht von „strukturellen Problemen“, die die Stadt kaum bewältigen können wird. Weil Aufgaben kaum noch zu erledigen sein werden. Weil Know-how und Erfahrung verlorengehen werden. Das wird die Politik spüren, das werden die Bürger spüren. Und die Mitarbeiter der Stadt, die die Aufgaben übernehmen müssen.

Der Stadt fehlen aktuell bereits 146 Mitarbeiter – „eine Momentaufnahme“, wie Slawig sagt, aber eben auch insofern relevant, weil schon jetzt Mitarbeiter fehlen, um Projekte in der Stadtentwicklung, im Straßenbau oder Bauanträge voranzubringen oder Kinder in den Kitas zu betreuen. Slawig sagt, dass es teilweise schwierig sei, Stellen zu besetzen – gerade bei Ingenieuren oder IT-Fachleuten. Denn die kämen von außerhalb oder den Unis, fänden aber in der freien Wirtschaft vielfach bessere Aussichten. Gerade, was Gehalt angeht.

Die Zahl der „ungeplanten“ Weggänge ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Aus dem Jahresbericht Personal- und Organisationsentwicklung 2020 der Stadt geht hervor, dass die Zahl von 96 vor fünf Jahren auf zuletzt 105 gestiegen ist. Etwa weil Mitarbeiter an anderen Behörden eher in höhere Tarifstufen aufsteigen können, so Slawig. Oder auch, so steht es in einer Befragung der Stadt, weil Mitarbeiter mit ihren Führungskräften unzufrieden sind. „Seit 2019 betreiben wir intensives Arbeitgebermarketing.“ Erfolge ließen sich nicht messen bisher. Aber in Coronazeiten habe sich gezeigt, dass die Stadt auch als sicherer Arbeitgeber gesehen werde – weil es eben mehr Bewerbungen gegeben habe.

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