Verkehrssteuerung soll schlauer werden

Künstliche Intelligenz in Wuppertal

Von Anne Palka

Wuppertal In den nächsten Wochen werden die Ampeln an zwei Wuppertaler Kreuzungen umgerüstet – sie werden intelligent. Das Ziel sei eine stadtweite zentrale Steuerung des Verkehrs mit künstlicher Intelligenz, doch überall sei das nicht umsetzbar, zum Beispiel wegen schlechter Datenverbindungen, sagt Rolf-Peter Kalmbach, Abteilungsleiter Straßenverkehrstechnik der Stadt. Deshalb wird nun in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Lumisera an den Kreuzungen am Langerfelder Markt und Langerfelder Straße/Badischer Straße ein System getestet, das die Ampeln einzeln intelligent werden lässt. „Im Prinzip machen wir den Strom an und sind fertig, den Rest machen sie selbst“, sagt Kalmbach.

Einzeln funktionieren diese Ampeln bereits gut, die Wartezeit bei Rotphasen könne für Fußgänger, Radfahrer, Autos, Lastwagen und den öffentlichen Nahverkehr deutlich gesenkt werden. „Wir wissen aber noch nicht, wie sie sich in einem komplexen System verhalten.“ Dieses Projekt ist nur ein Beispiel für die vielen Veränderungen, die im Straßenverkehr in der nächsten Zeit durch den Einsatz künstlicher Intelligenz zu sehen und zu spüren sein werden. Dabei spricht Kalmbach auch von Autonomem Fahren.

Systeme, die in den nächsten Wochen und Monaten eingeführt werden, sollen dafür sorgen, dass Menschen in Wuppertal schneller und stressfreier an ihr Ziel kommen, und dass gleichzeitig weniger Schadstoffe ausgestoßen werden. Ab Herbst soll kostenlos ein Ampelphasenassistent nutzbar sein, der Auto- und Radfahrern dabei helfen soll, grüne Wellen zu nutzen. Wuppertal sei die erste Stadt bundesweit, die das mit Ampeln umsetze, die schon jetzt flexibel auf Verkehrslagen reagieren.

Künstliche Intelligenz erkennt und vermittelt freie Parkplätze

Für Oktober sind zwei weitere Neuerungen geplant. In den Stadtteilzentren, zum Beispiel in Barmen, sind Linsen installiert, die bis zu 38 Parkplätze gleichzeitig im Blick haben. Mit KI-Logik erkennen sie Parklücken. Per kostenloser App sollen Autofahrer ein Parkleitsystem für freie Parkplätze am Fahrbahnrand nutzen können.

Schon im Stadtbild sichtbar sind Ampeln, die Fußgänger nicht mehr berühren müssen. Sie haben radargestützte Sensoren und erkennen, wenn jemand in einem gewissen Umkreis stehen bleibt. Rund 3000 Detektoren im Stadtgebiet beobachten den Verkehr, an rund 40 Kreuzungen können Ampeln teilweise mit Autos kommunizieren.

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