Verkauf von Öl unterstützt Migranten

Für Menschen in Griechenland

Wuppertal Die „Öl-Connection Wupper“, eine Initiative von „Aufbruch am Arrenberg e. V.“ geht neue Wege in der Beziehung zwischen Erzeuger und Verbraucher. Gemeinsam mit den Genossenschaften „Mazi-Oil“ (Athen) und Solidari-Trade (Berlin) wird aktuell ein direktes Liefernetz ohne Zwischenhandel aufgebaut, das Verbrauchern gute Produkte und Produzenten angemessene Preise wie Planungssicherheit garantiert. Nachhaltige und organische Erzeugung sowie faire Arbeitsbedingungen stehen im Fokus.

Das Olivenöl der Kooperative Soli-Expo aus der kleinen Ortschaft Daras (Peloponnes) ist sortenrein. Die Fruchtsorte „Koroneiki“ wird traditionell mit keinem oder nur sehr geringem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln angebaut und schonend verarbeitet. Ihr hoher Polyphenolgehalt macht sie lange haltbar. Der Säuregehalt des Öls liegt nach Produzentenaussage bei 0,22 Prozent und ist damit extra-nativ.

Nicht von ungefähr heißt auch das Öl „Mazi“. Das griechische Wörtchen bedeutet im Deutschen „gemeinsam, miteinander“. Entsprechend wurde vor dem Hintergrund der Krise in Griechenland nach zukunftsträchtigen wie fairen Formen der Zusammenarbeit gesucht. Unter dem Motto „Keiner allein in der Krise“ wurden neue Wege des Lebens und auch Überlebens gefunden. Der konkrete Verbund von Erzeugern, Unterstützern und Verbrauchern ist einer davon. Er setzt auf direkten Kontakt ohne Zwischenhandel sowie Austausch in einem Europa der Regionen. In 2022 wird das Mazi-Olivenöl bereits zum dritten Mal in Wuppertal verteilt. Das Olivenöl gibt es in 1-Liter-Flaschen und 5-Liter-Kanistern und kann noch bis heute, 11. März, bestellt und am Freitag, 18. März im Stadtteilzentrum „Aufbruch“ auf der Fröbelstraße 1a in 42117 Wuppertal zwischen 15 Uhr und 20 Uhr abgeholt werden. Das Bestellformular gibt es unter solidaritrade.de/wuppertal.

Neben der Unterstützung der Erzeugerkooperative Messinis Gea wird mit einem Euro pro Liter die Initiative Naomi in Griechenland unterstützt. Seit Jahren engagieren sich verschiedene kirchliche Gruppen aus Thessaloniki für notleidende Migranten. Eine Maßnahme ist die Werkstatt Naomi, deren Team in ein Nothilfeprogramm für Familien mit Kindern und für schutzbedürftige Personen aufgelegt hat. Die Initiative besorgt ihnen Medikamente, Nahrungsmittel und ein Dach über dem Kopf. Das Engagement geht aber auch über die Nothilfe hinaus. Ziel ist eine eigene kleine Produktionsfirma.

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