Veranstalter zieht Corona-Bremse

Kein Weihnachtsmarkt in Hilden

Das Stadtmarketing hat den Hildener Weihnachtsmarkt wegen der Pandemie abgesagt. Foto: Stadtmarketing
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Das Stadtmarketing hat den Hildener Weihnachtsmarkt wegen der Pandemie abgesagt.

Absage erfolgte in enger Abstimmung mit Stadt und Vereinen

Von Tobias Dupke

Hilden. Der Hildener Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende wird nicht stattfinden. „Wir haben uns schweren Herzens zu dieser Entscheidung durchgerungen“, erklärt Stadtmarketing-Geschäftsführer Volker Hillebrand als Veranstalter, „aber angesichts der Corona-Entwicklung halten wir eine Durchführung für verantwortungslos“. Eine Rundfrage bei den beteiligten Vereinen habe Hillebrand bei seinen Überlegungen bestätigt. Die Absage erfolge in enger Abstimmung mit der Stadt.

Einige Vereine hätten in den vergangenen Tagen bereits ihre Teilnahme abgesagt. Bei einer Telefonbefragung unter 15 Vereinen hatten die meisten ein sehr „schlechtes Bauchgefühl“ oder Probleme bei der Standbesetzung, weil Mitglieder sich aus Sorge um ihre Gesundheit vom Dienst abgemeldet hatten, so Hillebrand. Hinzu komme ein nicht kalkulierbares wirtschaftliches Risiko wegen geringer Besucherzahl oder möglicher kurzfristiger Absage per Rechtsverordnung. „Mit unserer Absage zum jetzigen Zeitpunkt können wir bei vielen Vereinen und gewerblichen Beschickern noch zur Schadenbegrenzung beitragen, da sie jetzt ihre Wareneinkäufe stoppen können“, erklärt Hillebrand.

Rund 70 Stände waren geplant, eröffnet worden wäre der Hildener Weihnachtsmarkt am kommenden Freitag.

Und: „Wir wissen, dass wir uns mit dieser Entscheidung nicht nur Freunde machen und dass das für viele, insbesondere gewerbliche Beschicker, sehr schmerzhaft ist. Aber wir stellen uns unserer Verantwortung und ducken uns nicht weg. Bundes- oder Landespolitik können uns diese Entscheidung nicht abnehmen, außerdem brauchen wir die Entscheidung jetzt und nicht nächste Woche“, erläutert Hillebrand. „Der Hildener Weihnachtsmarkt ist kein ,normaler‘ Weihnachtsmarkt, sondern eine Großveranstaltung, bei der die gesamte Stadt auf den Beinen ist und wo sich alle treffen. Die herrliche Atmosphäre, wo die Menschen dicht gedrängt auf dem Markt stehen, sich durch die Mittelstraße schieben, essen, trinken, lachen, klönen – wunderbar, aber leider eine Horrorvorstellung in Pandemiezeiten.“

Der Hildener Weihnachtsmarkt in der Innenstadt hätte eigentlich am Freitag, 26. November, rund um den alten Markt und die Fußgängerzone eröffnet werden sollen. Vor allem Vereine nutzen die Traditionsveranstaltung, um mit Glühwein und Waffeln ihre Vereinskasse aufzubessern und so viele Aktionen finanzieren zu können. Rund 70 Stände hätte es in diesem Jahr geben sollen. Viele Hildener hatten aber bereits im Vorfeld für sich entschieden, den Weihnachtmarkt nicht zu besuchen, auch wenn er stattgefunden hätte – weil sie sich unsicher gefühlt hätten.

Das Stadtmarketing hatte sich einen Plan B überlegt. Dazu gehört die Illumination einiger großer Bäume und Gebäude, und zwar ergänzend zu den übrigen Maßnahmen: Winterlicht, Kirchenkreuzbeleuchtung, Nikolaus und Knecht Ruprecht auf dem Wochenmarkt, große und kleine geschmückte Tannenbäume (teilweise in Kooperation mit Kindergärten und Grundschulen) sowie der städtische Winterwald auf dem Ellen-Wiederhold-Platz.

Auch die Planungen für das Open-air-Kino auf dem alten Markt laufen vorerst weiter. Die Absage des Weihnachtsmarktes führt allerdings nicht dazu, dass es früher startet, obwohl der Termin am ersten Advent nun frei geworden ist. Der erste Film soll am zweiten Adventswochenende unter freiem Himmel zu sehen sein.

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