Programm

„Vaillant-Nacht“: Zur Wahl stehen 75 Veranstaltungen

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Nacht der Kultur – und Kirchen! Zum Beispiel 2013 in der evangelischen Stadtkirche am Remscheider Markt. Hier gab es optisch-musikalische Impressionen zum Thema „Schöpfung im Licht – Klang und Licht im sakralen Raum“.

REMSCHEID Kultur und Kirchen stehen im Fokus, Stadt Remscheid stellt Programm vor. Heft liegt vielerorts aus, Termine gibt es auch online.

Von Thomas Wintgen

Obwohl „vielfach angemahnt“, ist das Angebot der „Vaillant-Nacht der Kultur und Kirchen“ in Remscheid am Samstag, 27. Oktober nicht weniger geworden – im Gegenteil: Weil etwas mehr an Veranstaltungsorten zusammengefasst wurden, konnte die Zahl der 75 Veranstaltungsorte gegenüber 2017 gleich bleiben. Das sagte Andreas Meike (Stadtmarketing) in der Pressekonferenz bei Vaillant einleitend.

Ebenso wie die Genugtuung, dass Vaillant gleichbleibendes Interesse daran hat, dass diese Nacht der Kultur in dieser Form immer wieder stattfindet. „Ohne Vaillant würde es nicht gehen“, sagt Meike. „Für uns ist das immer ein schönes Projekt“, sagte Nicole Gharadjedaghi aus der Kommunikationsabteilung des Hauses.

Seit Dienstag liegen die 60-seitigen Programmhefte vielerorts aus. Online gibt es die Programmübersicht seit geraumer Zeit. Bis zum Wochenende stehen auch die Metalltafeln, die davon künden, dass hier einer der Veranstaltungsorte der aktuellen Nacht der Kultur (und Kirchen) ist. Auf Seite 3 des Programmhefts gibt es wieder den QR-Code; der zeige am Veranstaltungsort an, was sich innen abspielt.

Die Stadt Remscheid habe ihren Beitrag insofern geändert, sagt Meike, als nach dem kühl-regnerischen „Reinfall“ 2017 nicht erneut die Fire Dancer verpflichtet worden sind, sondern die Stadt das große „Loch“ Rathausplatz in schönes Licht tauche und das Logo „Nacht der Kultur“ mit dem „c“ von Nacht als Mondsichel auf den Platz projiziert.

Ute Lennartz-Lembeck war eine von zwei Veranstaltern, die Gelegenheit hatten, sich näher vorzustellen. Sie wird in Verbindung mit dem Stadtteil e.V. im Neuen Lindenhof in einem Wasserbecken tönerne Schüsseln mit je einem Wort oder Wert installieren. „Schüsseln klingen und schwimmen, laden zum Hören und Schauen ein – eine bewegte Klang-Wasser-Installation in dieser umtriebigen Nacht.“

Veranstaltungen fördern den Gemeinschaftssinn

Für den Förderverein Haus Clarenbach verkündete der 2. Vorsitzende Klaus Blombach, dass es im Senioren- und Pflegeheim die „Lütterkuser Couchgespräche“ geben wird. Von 18 bis 22.30 Uhr sagen – jeweils in 45-Minuten-Abschnitten – vier Menschen etwas zu ihren Persönlichkeiten und Interessen sowie dazu, was hinter der Persönlichkeit steckt: Katja Grafweg (JVA-Chefin), Christiane Karthaus (Vorsitzende des Heimatbunds), Andreas Stuhlmüller (Bezirksbürgermeister) und Dr. Manfred Diederichs (Dirostahl-Chef). Zwischendurch macht Gitarrist Uwe Sandfort Musik.

Meike freut sich, dass das Senioren- und Pflegeheim zum zweiten Mal dabei ist – und Vorbild war für die Hastener Altenhilfe, die 2018 abstraktes wie gegenständliches Malen und Arbeiten mit verschiedenen Materialien anbietet. Es zeichne die Nacht der Kultur aus, dass überall Menschen gemeinsam etwas auf die Beine stellen, sagt Meike.

LINIE STATT SHUTTLE

ÖPNV Am Samstag, 27. Oktober, fahren Bahn und Busse ab 17 Uhr (bis Betriebsende) auf Remscheider Stadtgebiet kostenlos.

LINIEN Abellio (Lüttringhausen – Güldenwerth), 615/NE15 (Ger-stau –RS-Mitte), 620 (Blafferts-berg – Lüttringhausen), 669 (Beyenburg – Lennep), 636 (Tannenbaumer Weg – Lüttringhausen), 671 (Wassermühle – Lennep), 260 (Preyersmühle – RS-Mitte) und 336 (Langenbusch – Lennep).

Klaus Blombach formulierte in ähnliche Richtung, dass solche Veranstaltungen den Gemeinschaftssinn förderten; er finde im Übrigen toll, dass sich die Stadt mit so viel Zeit und Mühe einbringe. Es bedürfe eines erheblichen Engagements, bestätigte Meike – mache aber allen dennoch „einen Heidenspaß“. Zu diesen Gemeinschaftsaktionen passen auch die Veranstaltungsblöcke im Vaßbendersaal und im Einzugsbereich der Galerie „Ins Blaue“: An der Stadtkirche, in der es „geheimnisvolle Klänge in Wort und Klang“ gibt, stellen aus Karola Krämer (Kunst „mit links“), Hannelore Hannes (78) sowie Mitglieder des Wermelskirchener Kunstvereins; in den Ateliers Halskestr. 22-30 stellen aus Eva Zimmerbeutel (Textildesign), Ekila Lemvo (afrikanische Mode), Marko Leckzut („Graffiti im Schwarzlicht“), die Künstlergruppe „Gottes Werk“, Simone Kirsch (Druck- und Collagetechniken), Godana Karawanke (Live-Painting „Stiere und Wächter“), das Kombinat (Jamsession), Christian Ose (Holographien) sowie an der Siemensstraße (19-23) Katja Wickert (offenes Atelier), Tessa Ziemßen (Wir malen uns ein Bild mit links). Die Schauspielerin Frohmut Anemone spielt „Märchen der Kulturen“; zur Ausstellung „Stille Post“ gibt es ab 19 Uhr eine Tanzaufführung von Irmela Boden.

Programm online unter: www.remscheid.de

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