Autofahrer missachten Fußgängerzone

Umleitungsschilder vor dem Laurentiusplatz

Ob die neue Beschilderung hilft? Noch immer durchqueren einige Autofahrer die Fußgängerzone.
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Ob die neue Beschilderung hilft? Noch immer durchqueren einige Autofahrer die Fußgängerzone.

Wuppertal. Zur neuen Fußgängerzone am Laurentiusplatz gibt es ein positives Stimmungsbild – das ist das Ergebnis einer ersten Auswertung der Befragung im Rahmen der Bürgerbeteiligung.

Von Anne Palka

Ein häufig genannter Kritikpunkt ist allerdings, dass zu viele Autos über die eigentlich gesperrte Straße fahren. „Mittlerweile bin ich mir fast sicher, dass das nicht mehr zufällig oder aus Versehen passiert“, sagt Bezirksbürgermeister Thomas Kring (SPD). Seit Beginn des Verkehrsversuchs im Oktober 2021 stehen direkt am Durchfahrtsverbot rechts und links zwei Schilder mit dem Zeichen einer Fußgängerzone. Auf die Kritik hat das Ressort Straßen und Verkehr reagiert und für knapp 600 Euro neue, zusätzliche Schilder aufgestellt. Seit dem 16. März hängen zwei höhere, größere Schilder noch vor der Kreuzung: Auf ihnen ist die Umleitung über die Aue eingezeichnet.

Stadt freut sich über hohe Teilnehmer-Zahlen

Bei der ersten Befragung vom 17. Januar bis zum 21. Februar haben rund 4000 Menschen mitgemacht, darunter rund 570 Teilnehmer bei der geschlossenen Befragung für Anwohner und Gewerbetreibende vor Ort. Berücksichtigt wurden nur Fragebögen, die mindestens zur Hälfte ausgefüllt sind. „Die große Resonanz bei dieser ersten Befragungsrunde zeigt, welch hohen Stellenwert das Thema Mobilität bei den Bürgerinnen und Bürgern einnimmt und wie wichtig es ist, die Menschen bei solchen Veränderungsprozessen mitzunehmen“, sagt Oberbürgermeister Uwe Schneidewind.

Der Verkehrsversuch dauert noch bis Ende September. „Er dauert mit Absicht ein Jahr“, sagt Thomas Kring. So sehen wir die Nutzung in den verschiedenen Jahreszeiten.“ Die Außengastronomie der Cafés wird schon wieder viel genutzt, seitdem die Tage sonniger und wärmer werden. Ab Mitte Mai wird es freitags voraussichtlich einen Feierabendmarkt auf dem Platz geben. Auch die Bürgerbeteiligung geht weiter. Es soll Plakate auf dem Platz geben, eine Aktion mit Meinungssäulen und eine zweite Runde der Befragung. Dadurch sollen Vergleichswerte gebildet werden.

Die detaillierten Ergebnisse gibt die Stadt erst bekannt, wenn sich das Versuchsjahr dem Ende zuneigt. Sie sollen nicht die weitere Teilnahme an der Bürgerbeteiligung beeinflussen. Im Spätsommer sollen die Ergebnisse bei einer Veranstaltung mit Anwohnern, Geschäftsinhabern, Verwaltung, Politik und anderen Interessierten diskutiert werden – und dann in die Entscheidung der Bezirksvertretung Elberfeld einfließen, ob die Friedrich-Ebert-Straße am Laurentiusplatz, zwischen Auer Schulstraße und Laurentiusstraße, dauerhaft eine Fußgängerzone bleibt.

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