3,5 Tonnen schwer

Bildhauer steigen zu „Tuffi“ in die Wupper

Der Störstein in Form von „Tuffi“ ist verschwunden. 
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Der Störstein in Form von „Tuffi“ ist verschwunden. 

Die Elefantenskulptur wurde beim Hochwasser am 14. Juli von ihrem ursprünglichen Platz geschwemmt und tauchte erst zwei/drei Meter weiter unten in der Wupper auf. Am 18. August wird der auch über die Grenzen Wuppertals bekannte Störstein genau untersucht.

Update 10. August, 7.30 Uhr

Von Martin Lindner

Wuppertal. Der Tuffi-Störstein, den das Hochwasser vom Sockel gerissen hat, wird am 18. August eingehend von Bildhauern und einem Wupperpaten untersucht: Sie steigen ins kühle Nass, um den „Problem-Elefanten“ auf Schäden hin zu untersuchen. Das teilte auf WZ-Nachfrage Dajana Meier, Erste Vorsitzende des Vereins Neue Ufer Wuppertal, mit. „Dann überlegen wir, was zu tun ist“, sagt sie.

Am 14. Juli galt der rund dreieinhalb Tonnen schwere und 10 000 Euro teure Störstein für rund eine Woche als verschollen, bis er in den Fluten der Wupper, unweit seines Stammplatzes an der Schwebebahnstation Adlerbrücke in Barmen, wieder aufgetaucht ist. Das Hochwasser hatte Tuffi von seinem Sockel gerissen und ihn wenige Meter fortgeschwemmt.

Die Bodenplatte, auf der der Störstein befestigt war, ist anscheinend nicht kaputtgegangen. Die Fluten haben Tuffi mit seinen zwei Edelstahlzapfen aus den Bohrlöchern der Platte herausgehoben. „Wir hoffen, dass es nicht allzu kompliziert wird, den Stein wieder aufzustellen“, so Meier.

Jedoch müsse genau begutachtet werden, ob sich die Edelstahlzapfen verbogen hätten oder in die Bohrlöcher der Sockelplatte Sand und Kies eingedrungen sind. Falls alles in Ordnung ist, müsse der Stein nur angehoben und könne wieder auf seinen Sockel gesetzt werden. Ansonsten müssten die Edelstahlzapfen ausgewechselt werden, was zu einer erneuten Verzögerung führen würde, bis Tuffi wieder aus der Wupper lugt.

Dass der Störstein baldmöglichst wieder aufgestellt wird, wünscht sich Meier sehr. Und sie ist nicht alleine. Viele Wuppertaler haben ihre Störsteine in der Wupper liebgewonnen; die Rückmeldungen, die bisher beim Verein eingegangen sind, seien „rundweg positiv“, sagt sie. Beim Aufstellen der Steine habe es über 20 Veröffentlichungen in der bundesweiten Presse gegeben, als Tuffi „abgetaucht“ war, waren es abermals rund genauso viele. Keine zehn Monate sei der Tuffi-Störstein in der Wupper, und schon sei er unentbehrlich, freut sich Meier.

Der steinerne Elefant scheint an einem Stück geblieben zu sein, so Elmar Weber vom Verein Neue Ufer. „Es ist historisch belegt, dass Elefanten, die in die Wupper fallen, keine großen Schäden davontragen“, sagt er schmunzelnd. Seit September 2020 erinnerte die Tierfigur in der Wupper an der Adlerbrücke an den legendären Sprung der jungen Elefantendame aus der Schwebebahn – an ebendieser Stelle. Gestaltet wurde sie von Bildhauer Bernd Bergkämper.

Glücklicherweise hat Tuffi keinen abstehenden Rüssel, denn der hätte nun abgebrochen sein können. Die ursprüngliche Idee war jedoch nicht, den Elefant auf diese Weise vor Schäden zu bewahren, sollte er bei starkem Hochwasser umfallen, sondern die Vorgabe des Wupperverbands zielte darauf ab, dass sich bei Hochwasser kein Treibgut an dem Rüssel verfangen und diesen dann abbrechen könnte.

Weitere Störsteine in der Wupper sind Lucky Lachs in Oberbarmen und Bonny Biber in Elberfeld, die das Hochwasser standhaft überstanden haben. Lina, das Nilpferd, soll, sobald die Finanzierung gesichert ist, demnächst in der Nähe des Grünen Zoos aufgestellt werden und das tierische Quartett damit komplett machen.

Update 4. August, 18 Uhr

Wuppertal. Seit September 2020 erinnerte die Tierfigur in der Wupper zwischen Adlerbrücke und Alter Markt an den legendären Sprung der jungen Elefantendame aus der Schwebebahn. Gestaltet wurde sie von Bildhauer Bilderhauser Bernd Bergkämper.

Tuffi wurde beim Hochwasser Wasser buchstäblich vom Sockel gerissen. Mancher Wuppertaler glaubt seither manchmal, die Hinterseite des Steintieres aus dem Wasser ragen zu sehen.

Der Verein Neue Ufer, der die Aufstellung des Steins initiiert hatte, will Tuffi in zwei Wochen gemeinsam mit Bernd Bergkämper näher untersuchen. Nach Angaben der Vorsitzenden Dajana Meier ist der Bildhauer zuversichtlich, dass Tuffi den Sockelsturz gut überstanden hat.

Zu klären ist die Frage, ob die Zapfen, die die Tierfigur mit dem Sockel verbinden, Schaden genommen haben. Wenn nicht, könnte der Stein zügig wieder aufgerichtet werden. Es habe sich bereits eine Kranfirma gefunden die helfen will. kati

+++Update 18 Uhr+++ Elefantenskulptur Tuffi in der Wupper gesichtet

Seit Mittwoch vergangener Woche galt der dreieinhalb Tonnen schwere Störstein Tuffi als verschollen. Nun ist er in den Fluten der Wupper unweit seines Stammplatzes unterhalb der Schwebebahnstation Adlerbrücke gesichtet worden.

„Das Hochwasser hat Tuffi von seinem Sockel gerissen und zwei, drei Meter mitgerissen“, sagt Elmar Weber vom Verein Neue Ufer. Auf den ersten Blicke sehe es so aus, als sei das Wuppertal-Maskottchen in der starken Strömung in einem Stück geblieben. „Es ist historisch belegt, dass Elefanten, die in die Wupper fallen, keine großen Schäden davontragen“, sagt Elmar Weber schmunzelnd.Wuppertal. „Tuffi“ gesucht: Das Hochwasser in Wuppertal hat einen Störstein in Form eines sitzenden Elefanten mitten in der Wupper verschwinden lassen. ab

Unser Artikel vom 20. Juli, 7.35 Uhr: Wuppertal. „Tuffi“ gesucht: Das Hochwasser in Wuppertal hat einen Störstein in Form eines sitzenden Elefanten mitten in der Wupper verschwinden lassen.

„Erst mal ist das natürlich ein Riesenschreck“, berichtete Dajana Meier, Vorstandsvorsitzende des Vereins neue ufer wuppertal am Montag. Das 3,5 Tonnen schwere und mit Sockel etwa 1,80 Meter hohe Kunstwerk wurde von den Wassermassen am Mittwoch wohl weggespült und ist bislang noch verschwunden.

Mittlerweile habe sich die Wupper in Höhe der Skulptur nahe der Adlerbrücke von einem zeitweise knapp vier Meter hohen Pegelstand allmählich wieder in das Uferbett zurückgezogen. Viele Menschen hätten schon Ausschau nach Tuffi gehalten, allerdings stünde das Wasser noch immer hoch und sei sehr verschlammt. „Eine Stadt sucht einen Elefanten. Das ist total süß“, sagte Meier.

Die Skulptur aus Lavabasalt soll an die junge Elefantenkuh Tuffi erinnern, die bei einer Fahrt in der Wuppertaler Schwebebahn vor rund 71 Jahren plötzlich die Außenwand der Kabine durchbrach und in die Tiefe sprang. Sie landete unverletzt auf dem Hinterteil in einem Schlammloch der Wupper. Im September 2020 wurde die strömungsgünstig gestaltete Skulptur ungefähr an die Stelle, an der Tuffi nach dem Fall aus etwa zehn Metern Höhe landete, in die Wupper gesetzt.

Tuffi tauche schon wieder auf, sagte Dajana Meier am Montag zuversichtlich. Sollte der Stein nicht auseinandergebrochen und lediglich beschädigt sein, werde man es dabei belassen. „Das ist dann Teil seiner Geschichte.“ Zuvor hatten Medien berichtet. -dpa-

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