Schumannfest

Tonhalle wird zum Kunstlabor

Bariton Rolf A. Schneider singt in der Düsseldorfer Tonhalle am Mittwoch, 15. Juni, bei „Neuland Vol. 2“ Mahler-Lieder.
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Bariton Rolf A. Schneider singt in der Düsseldorfer Tonhalle am Mittwoch, 15. Juni, bei „Neuland Vol. 2“ Mahler-Lieder.

Düseldorf. „Neuland Vol. 2“ findet am 15. Juni in Düsseldorf statt.

Von Stephan Eppinger

Am Mittwoch, 15. Juni, verwandelt sich die Bühne der Tonhalle in ein Artlab, in dem Musik auf Tanz, Bildende Kunst, Fotokunst, Video, Lyrik und Design trifft. Das im letztjährigen Lockdown erfolgreich gestartete Format „Neuland“, bei dem freiberufliche Musiker aus Düsseldorf nach langer Durststrecke endlich wieder eine Auftrittsmöglichkeit bekamen, geht beim diesjährigen Schumannfest in die zweite Runde.

Wieder bietet die Tonhalle der Kreativität und Inspiration der Freien Szene der Stadt eine angemessene Bühne. Passend zum Schumannfest-Motto „Kunst Total“ geht es bei „Neuland Vol. 2“ diesmal darum, Musiker mit Künstlern anderer Kunstsparten zusammenzubringen.

Bis April konnten sich Paarungen bei der Tonhalle bewerben, die eine künstlerische Zusammenarbeit entwickeln und buchstäblich gemeinsam Neuland betreten wollen. Neun kreative Versuchsanordnungen hat das Konzerthausteam nun aus den Bewerbern für das Artlab ausgewählt. Diese werden sich bei „Neuland Vol. 2“ unter dem Sternenhimmel des Mendelssohn-Saals am 15. Juni ab 19 Uhr in jeweils 15-minütigen Performances live präsentieren.

Sehr unterschiedlich sind die gemeinschaftlichen Projekte der Künstler, die sich beworben haben – und genau das macht den Reiz dieses Formats aus. Pianistin Frederike Möller wird zum Beispiel gemeinsam mit dem Videokünstler Michalis Nikolaides den Moment des „Mit-sich-selbst-Musizierens“ auf die Bühne bringen, der im Lockdown zum Alltag wurde, und dabei an der Schwelle zwischen digitalem und realem Raum experimentieren.

Duo Interstellar 227 hat extra eine Performance erdacht

Interstellar 227, das interdisziplinär arbeitende Duo von Barbara Schachtner und Dorrit Bauerecker, hat extra für „Neuland Vol. 2“ eine Performance erdacht, die Texte der Düsseldorfer Lyrikerin Swantje Lichtenstein einbindet. Die bildende Künstlerin Sabrina Haunsperg und der Musiker Leonhard Bartussek werden Musik mit bewegten Bildern verschränken und mit verschiedenen Projektionstechniken experimentieren.

Schlagzeuger Thomas Klein und Tänzerin Karen Bößer präsentieren erstmalig öffentlich ihr gemeinsam entwickeltes Stück „Under Moon“, eine szenisch-musikalische Performance, in der das Animalische im Menschen reflektiert wird. Tanz und Musik kommen auch bei dem Beitrag von Ensemble Krunk und dem Urban Street-Tänzer Rymon Zacharei zusammen: In diesem „Neuland“-Experiment trifft kaukasische Folklore auf Hip-Hop. Auf sein Heimspiel in Düsseldorf freut sich auch das Künstlerkollektiv Unstumm, das zwar weltweit agiert, aber nur selten in seiner Heimatstadt zu erleben ist. Bei »Neuland Vol. 2« präsentieren Nicola L. Hein und Claudia Schmitz mit »Non Artificial Livenes« die Interaktion zwischen zwei menschlichen und zwei Künstlern Künstlichen Intelligenz (KI) in einer audiovisuellen Live-Performance.

Es gibt Live-Zeichnungenund indische Gesänge

Außerdem bei „Neuland Vol. 2“ mit dabei sind Bariton Rolf A. Scheider und Pianist Thomas Hinze mit Mahler-Liedern sowie Live-Zeichnungen der Künstlerin Lydia Drontmann; Sängerin Angela Froemer, die gemeinsam mit Gitarrist Ralf Herrnkind indische Gesänge und englische Renaissancemusik über den Jazz verbinden und ihre Interpretationen von der Künstlerin Sally-Mae in Visuals umdeuten lassen wird, sowie Gitarrist Arturo Castro Nogueras und Fotograf Nyani Quarmyne. Weitere Information online unter: www.tonhalle.de

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