Wuppertaler Chor mit neuem Manager und Programm

Tilman Klett bringt viele Ideen für die Kurrende mit

Vorsitzender Olaf Rosier (.) und Manager Tilman Klett starten in einen auftrittsreichen Herbst der Wuppertaler Kurrende. Foto: Stefan Fries
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Vorsitzender Olaf Rosier (.) und Manager Tilman Klett starten in einen auftrittsreichen Herbst der Wuppertaler Kurrende.

Wuppertal. Chöre leiden in der Corona-Krise besonders – weil beim Singen Aerosole ausgestoßen werden und eine Maske nicht wirklich weiterhelfen kann.

Von Monika Werner-Staude

Umso mehr freut sich Olaf Rosier, dass es der Wuppertaler Kurrende „erstaunlich gut geht“. Wozu die allmähliche Rückkehr zur „Präsenzarbeit“ genauso beiträgt wie die Tatsache, dass seit dem 1. Juni wieder ein Manager am Haus ist. „Wir liegen mit Tilman Klett auf einer Ebene, außerdem bringt er Erfahrungen aus dem Knabenchor und kaufmännische Kenntnisse mit“, freut sich der erste Vorsitzende über die Schließung der wichtigen Personalie, die seit dem Weggang von Jonathan Wahl am 1. März offen war.

Kurz vor der Sommerpause war es so weit, alle kamen wieder zusammen. Das erste Mal seit der Corona-Krise fand sich die Chorfamilie wieder live auf dem Campus an der Mozartstraße ein. „Nach ein ein Viertel Jahren war das richtig schön. Chorleiter Markus Teutschbein konnte sehen, wer da eigentlich noch da ist“, erklärt Rosier. Rund 50 Menschen umfasst der Chor.

Unbeschadet stehen die Männer da, die schon mal ein Jahr Pause gut wegstecken und zudem ihr Wissen an die Jüngeren weitergeben können. Ziemlich stabil sei zum Glück auch der Anteil der Knaben, so Rosier, eingerechnet der natürliche Schwund durch den Stimmbruch. Allein der Mitgliederzuwachs über die Vorchöre war in der Pandemie weniger erfolgreich, erbrachte statt der schon mal 20 in normalen Jahren diesmal nur neun neue Mädchen und Knaben. Zum Schwerpunkt Singen gesellen sich bei der Kurrende Sport und Freizeit.

Klett wurde am 17. Juni 1997 in Crivitz geboren, er wuchs in Schwerin auf, der Partnerstadt Wuppertals. Über seine Mutter kam er schon früh zur Musik, besuchte ein Musikgymnasium, wurde nach der zehnten Klasse und einem Auslandsjahr Mitglied im mittelfränkischen Windsbacher Knabenchor, Internatsbesuch inklusive. Viele nationale und internationale Chor-Konzerte folgten, die seine Begeisterung fürs Singen festigten. Nach dem Abitur schloss Klett eine kaufmännische Ausbildung im Schweriner Landtag an.

Veranstaltungsplanung läuft auf Hochtouren

Klett setzte sich nun in Wuppertal gegen fünf Bewerber durch. Für die Herbstferien sieht er eine Tournee vor. Außerdem sind für die zweite Jahreshälfte bereits zwölf Gottesdienste in Wuppertaler Kirchen geplant und am 1. Oktober ein Benefizkonzert für die Opfer der Flutkatastrophe.

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