Wuppertalsperre

Tierretter befreien Schwan Paula vom Angelhaken

Marcel Heyne hält Schwänin Paula fest, während Marcus Barke den Angelhaken entfernt. Foto: Roland Keusch
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Marcel Heyne hält Schwänin Paula fest, während Marcus Barke den Angelhaken entfernt.

Hilfsaktion an der Wuppertalsperre für Schwanenweibchen

Von Peter Klohs

Remscheid. Am Donnerstag entdeckte Nikolaus Dirlein, Bereichsverantwortlicher für den Freizeitpark Kräwinklerbrücke zwischen Remscheid und Radevormwald, das Malheur: Im linken Bein eines weiblichen Schwans, direkt am Kniegelenk, steckte ein Angelhaken fest, zusammen mit einer rund zwanzig Zentimeter langen Angelschnur. „Schwäne sind neugierig“, weiß Dirlein, „und sie folgen gerne den Booten, in denen die Angler sitzen. Wie jetzt aber genau der Angelhaken in das Schwanenbein gekommen ist, bleibt unbekannt.“ Fest stand jedoch: Hilfe musste her.

Es gibt viele Menschen, die Tierrettungen anbieten, jedoch haben sich sehr wenige auf die Rettung von Wildvögeln spezialisiert. Klaus Nöske, Gärtnermeister der Gärtnerei am Remscheider Stadtpark und Mitarbeiter der Arbeit Remscheid, stellte den Kontakt zur Dogman Tierrettung her, einem Team von 13 ehrenamtlich Tätigen, das in Leichlingen ansässig ist.

Ein für die Tierrettung umgebauter Notarztwagen erreichte die Kräwi um kurz vor 13 Uhr am Freitag. Das auf dem Gelände tätige Team der Arbeit Remscheid hatte es mit Mais als Futterköder geschafft, das Schwanenpaar in Ufernähe zu halten und sich gleichzeitig nicht unmittelbar den Tieren zu nähern. „Denn es ist Paarungszeit“, erklärt Nikolaus Dirlein, „und da können die Schwäne auch richtig aggressiv werden.“

Dogman rettet Schwan Paula

Dogman rettet Schwan Paula
Dogman rettet Schwan Paula © Roland Keusch
Dogman rettet Schwan Paula
Dogman rettet Schwan Paula © Roland Keusch
Dogman rettet Schwan Paula
Dogman rettet Schwan Paula © Roland Keusch
Dogman rettet Schwan Paula
Dogman rettet Schwan Paula © Roland Keusch
Dogman rettet Schwan Paula
Dogman rettet Schwan Paula © Roland Keusch
Dogman rettet Schwan Paula
Dogman rettet Schwan Paula © Roland Keusch
Dogman rettet Schwan Paula
Dogman rettet Schwan Paula © Roland Keusch
Dogman rettet Schwan Paula
Dogman rettet Schwan Paula © Roland Keusch
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Dogman rettet Schwan Paula © Roland Keusch
Dogman rettet Schwan Paula
Dogman rettet Schwan Paula © Roland Keusch
Dogman rettet Schwan Paula
Dogman rettet Schwan Paula © Roland Keusch
Dogman rettet Schwan Paula
Dogman rettet Schwan Paula © Roland Keusch
Dogman rettet Schwan Paula
Dogman rettet Schwan Paula © Roland Keusch
Dogman rettet Schwan Paula
Dogman rettet Schwan Paula © Roland Keusch
Dogman rettet Schwan Paula
Dogman rettet Schwan Paula © Roland Keusch
Dogman rettet Schwan Paula
Dogman rettet Schwan Paula © Roland Keusch
Dogman rettet Schwan Paula
Dogman rettet Schwan Paula © Roland Keusch
Dogman rettet Schwan Paula
Dogman rettet Schwan Paula © Roland Keusch
Dogman rettet Schwan Paula
Dogman rettet Schwan Paula © Roland Keusch
Dogman rettet Schwan Paula
Dogman rettet Schwan Paula © Roland Keusch
Dogman rettet Schwan Paula
Dogman rettet Schwan Paula © Roland Keusch

Marcus Barke, Vorsitzender der Dogman Tierhilfe, greift das Anlocken mit Mais sofort auf, was leichtfällt, denn das Schwanenmännchen Paul ist mehr als 100 Meter entfernt. Barke nähert sich vorsichtig, schaut, dann ein beherzter Zugriff an den Hals der Schwänin Paula, und er hat das Tier schnell gesichert und übergibt es an seinen Kollegen Marcel Heyne, der den Vogel fachgerecht lagert und darauf achtet, dass der Schwan seine gefährlichen Flügel nicht einsetzen kann. „Die können ruhig beißen“, weiß Heyne, „das tut nicht weh. Aber mit den Flügeln haben die Tiere enorme Kräfte.“

Nach drei Minuten ist der Spuk vorbei

Vorsichtig, aber schnell entfernt Marcus Barke den Angelhaken, was wegen des Widerhakens schwieriger ist, als es sich anhört. „Die Erfahrung macht’s“, erzählt der Tierretter. „Erst den Haken ganz durchschieben, dann wird die Spitze gekappt und an der anderen Seite herausgeschoben.“ Der Schwanenmann ahnt unterdessen Ungemach und nähert sich zügig seiner Frau, kann aber durch erneuten Mais-Einsatz ferngehalten werden. Aber Marcus Barke ist auch schon fertig. Die ganze Aktion hat noch nicht einmal drei Minuten gedauert. „Okay“, sagt er, woraufhin Marcel Heyne das Tier loslässt.

„Nur weg hier“, scheint die Schwänin zu denken und rettet sich schnell ins Wasser der Wuppertalsperre.

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