Großfeuer

Teile des Thomashofs in Burscheid niedergebrannt

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BURSCHEID Ein Großfeuer am Thomashof in Burscheid sorgte am späten Montagabend für Zerstörung. Die Feuerwehr war mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz.

Von Jürgen Heimann

Als um exakt 21.59 Uhr die erste Einsatzmeldung einging, galt die höchste Alarmstufe für die Burscheider Einsatzkräfte: „Feuer Bauernhof, volle Ausdehnung“, hieß es. „Wir haben bei diesem Stichwort neben der Gefahr für Menschen auch im Hinterkopf, dass Tiere betroffen sein können“, gibt Stadtbrandmeister Achim Lütz die Eindrücke bei der Anfahrt zum Einsatzort am Montagabend auf dem Thomashof wieder. Das mulmige Gefühl verstärkte sich noch: „Wir haben schon aus der Entfernung einen riesigen Feuerschein wahrgenommen.“

Schon vier Minuten später war das erste Löschfahrzeug der Burscheider Wehr am Einsatzort. Und zwar in Gruppenstärke, was ebenfalls ausschlaggebend dafür war, dass das Feuer auf dem Thomashof schnell bekämpft und eingedämmt werden konnte.

Schuppen für Lagerung brannte vollständig nieder

Nicht verhindern konnte die Wehr zwar, dass ein hinter dem Hauptgebäude liegender, etwa 30 Quadratmeter großer Schuppen für die Lagerung vollständig niederbrannte, doch Mensch und Tier kamen nicht zu Schaden - und das Hauptgebäude mit Bauerncafé und Käserei konnte weitestgehend gerettet werden.

Als am Dienstag der Brandermittler der Kripo in Bergisch Gladbach den polizeilich beschlagnahmten Brandort unter die Lupe nahm, lief der Betrieb im Bauernladen und im Restaurant bereits wieder. Einsatzleiter Achim Lütz ist sicher, dass ohne das schnelle Eintreffen der Wehr und die zeitnahen Anrufe das Ausmaß des Brandes sehr viel höher gewesen wäre. Unter anderem auch deshalb, weil ein starker Wind die Flammen angefacht hatte. Anwohner und der Fahrer des Milchlasters der Bergischen Bauernkäserei seien die ersten gewesen, die bei der Leitstelle angerufen hätten.

Wie der Thomashof am Dinestag gegenüber dieser Zeitung mitteilte, sei aber die Produktion der Käserei vorerst eingestellt. Nach Angabe der Feuerwehr waren Flammen auf das nur wenige Meter von dem Lagerhaus entfernte Hauptgebäude übergeschlagen. Die Außenhaut sowie Teile des Daches mussten von der Feuerwehr geöffnet und auf Brandnester kontrolliert werden. Teilweise habe es unterhalb der Außenhaut gebrannt. Ein Teil der Decke der Produktionsstätte sei eingestürzt.

Polizei geht nicht von vorsätzlicher Brandlegung aus

EINSATZKRÄFTE

INFO Im Einsatz waren am späten Montagabend insgesamt 85 Einsatzkräfte mit zwölf Fahrzeugen. Der Einsatz war erst gegen 2 Uhr am Morgen beendet. Während des Einsatzes wurde die verwaiste Wache in Burscheid von Kräften der Feuerwehr Wermelskirchen (Löschzug Dabringhausen) besetzt.

Durch massiven Wassereinsatz sei der Brand in seiner weiteren Ausbreitung gestoppt und letztlich gelöscht worden. Für die Wasserversorgung seien rund 2000 Meter Schlauch verlegt worden. Hierzu musste ein Hydrant an der B 51 angezapft werden. Die Polizei geht nach den Ermittlungen nicht von einer vorsätzlichen Brandlegung aus. Aufgrund des Schadenausmaßes sei es aber schwierig, die Ursache für das Feuer zu finden.

Ein Sachverständiger werde wohl aus diesem Grund nicht eingesetzt. Möglich seien grundsätzlich in solchen Fällen ein technischer Defekt und eine Fahrlässigkeit. Der Schaden dürfte im sechsstelligen Eurobereich liegen.

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