Standort

Technologieunternehmen zieht nach Haan

Dennis Staczan, Patrik Menges und Volker Wiedemann (v. l.) von SEW Eurodrive nehmen das neue Gelände in Augenschein. Foto: Susanne Schaper
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Dennis Staczan, Patrik Menges und Volker Wiedemann (v. l.) von SEW Eurodrive nehmen das neue Gelände in Augenschein.

Haan. SEW Eurodrive möchte auf einem 1,4 Hektar großem Gelände bauen und rund 100 weitere Mitarbeiter einstellen.

Von Ralf Geraedts

Die Notarverträge sind unterzeichnet, jetzt beginnt für das Unternehmen SEW Eurodrive eine neue Phase im Großvorhaben „Neubau des DTCW“. Die vier Buchstaben stehen für Drive Technology Center West, eines von vieren in Deutschland und 77 in 50 Ländern weltweit.

„Wir sind rund um die Automatisierungstechnik tätig, überall da, wo sich etwas dreht und bewegt.“

Patrick Menges, Prokurist und Deutschland-Leiter über die Tätigkeitsfelder von SEW Eurodrive

Patrick Menges, Prokurist und Deutschland-Leiter im Unternehmen, umriss das Tätigkeitsfeld von SEW Eurodrive: „Wir sind rund um die Automatisierungstechnik tätig, überall da, wo sich etwas dreht und bewegt.“ Getriebe, Motoren, Getriebemotoren oder Umrichtertechnik verrichten ihren Dienst im fahrbaren Hallendach von Sportstätten ebenso wie in der Automobilindustrie oder bei der Getränke-Abfüllung zum Beispiel der Haaner Felsenquelle. SEW-Produkte und Know-how sind im Einsatz bei der Wildwasserbahn im Phantasialand wie auch bei großen Logistik-Dienstleistern oder auch in Klärwerken des Bergisch-Rheinischen Wasserverbandes.

Auf diesem Gelände baut demnächst SEW Eurodrive.

Seit rund 50 Jahren ist SEW in Langenfeld ansässig. Vor 13 Jahren wurde der Standort erweitert. Allerdings gab es jetzt keine Expansionsmöglichkeiten mehr. In den letzten drei Jahren reiften Neubaugedanken. Und das Unternehmen schaute sich in der Region rund um Langenfeld um. „Wir möchten unsere 70 Mitarbeiter nach Haan mitnehmen“, sagte Dennis Staczan, Leiter des DTCW. Vom Erstkontakt mit der Haaner Wirtschaftsförderung bis zur Kaufentscheidung habe es nur wenige Wochen gedauert. Und: Im Technologiepark sei „Wachstum schon eingepreist“, merkte Projektleiter Volker Wiedemann an. „Für 25 Jahre sollten die Reserven reichen.“ Bürgermeisterin Bettina Warnecke betonte, der Stadtrat habe den Verkauf des Geländes an SEW einstimmig beschlossen und sei froh, bald ein Technologie-Unternehmen begrüßen zu können. Patrick Menges erläuterte, dass die Zahl der Arbeitsplätze sich auf rund 100 vergrößern werde. Rund ein Drittel der Stellen entfällt auf Monteure und Mechatroniker, rund zwei Drittel auf Ingenieure und Techniker. SEW integriert auch Menschen mit Handicap.

Die Zufahrt zum Gelände werde ausschließlich über die Niederbergische Allee (vom Kreisverkehr aus) geschehen, erklärte Volker Wiedemann. Bürgermeisterin Betttina Warnecke berichtete, im Spätsommer solle die heutige Baustraße endgültig hergestellt werden. Über das neue Stück wird dann auch die Firma Aperum erschlossen; damit dürften auf der Millrather Straße deutlich weniger Lkw unterwegs sein. Die Niederbergische Allee wird dann in Höhe Kriekhausen unterbrochen; so lange, bis in einigen Jahren nach dem Neubau der Eisenbahnbrücke der Verkehrsknoten Millrather Straße/Ellscheider Straße/Niederbergische Allee neu gestaltet werden kann.

SEW Eurodrive

SEW Eurodrive hat 38 Standorte in Deutschland. In vier DTC (Langenfeld, Hannover, Zwickau, München) werden Vertrieb, alle Arten von Service- und Dienstleistung sowie Kundentraining und Ausbildung geboten. Es gibt Kooperationen mit Schulen und Universitäten.

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