Tunnel wird nachts gesperrt

Technik im Rheinufertunnel ist veraltet

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Die Technik des Rheinufertunnels ist in die Jahre gekommen. Die Sperrungen häufen sich. 

DÜSSELDORF Eine Defekt löste vor einigen Tagen eine Sperrung aus. Das könnte wieder passieren.

Von Annic Völkel

Erst vor einer Woche hatten noch laut Angaben der Stadt 70 000 Besucher das 25-jährige Bestehen des Rheinufertunnels gefeiert. Da war der Tunnel zum Fest gesperrt, damit Radler und Fußgänger ihn auch begehen konnten. Nur zwei Tage später jedoch kam es dann aber zu einer unfreiwilligen Sperrung: Am Dienstag, so bestätigt es die Stadt, löste ein technischer Fehler die automatische Sperrung der Röhre aus. Das in der Zeit von 13.28 Uhr bis 17.05 Uhr. Die Folge: ein Verkehrsstau in der gesamten Stadt.

Für die Arbeiten wird der Tunnel derzeit nachts gesperrt

Das könnte die Geduld der Autofahrer künftig noch häufiger auf die Probe stellen. Denn ein Sprecher der Stadt bestätigt, dass „der Großteil der vorhandenen Tunneltechnik zwischenzeitlich am Ende der technischen Nutzungszeiträume angelangt“ sei. Technische Pannen gab es bereits im August und November 2018 und im März dieses Jahres. Und nun Anfang der Woche erneut. Die Stadt erklärt dazu allerdings: „Eine überdurchschnittliche Häufung von systematischen Fehlalarmen in letzter Zeit kann nicht festgestellt werden.“

DER RHEINUFERTUNNEL

BAU Um das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt zu reduzieren, entschloss sich die Stadt Düsseldorf, den Tunnel zu bauen. Die Idee stammt aus dem Jahr 1976. Der Ratsbeschluss fiel 1987. Der erste Spatenstich erfolgte im März 1990. Gut drei Jahre später wurden die Röhren freigegeben. Heut nutzen etwa 55 000 Fahrzeuge täglich das Bauwerk.

Was die Ursache für automatische Sperrung am Dienstag war, konnten die Techniker jedoch nicht rekonstruieren. Allerdings sei aufgrund des Alters der Technik „unter Umständen mit einer größeren Störanfälligkeit zu rechnen.“ Dem sehe man nicht tatenlos zu. Sukzessiv werde die Technik seit Jahren erneuert. Dies gilt für die zentrale Leittechnik, die aktive Leiteinrichtung, die Strahlventilatoren sowie Teile der Brandmeldetechnik. Noch bis zum 1. Juni werden die Fluchttüren ausgetauscht. Das allein kostet rund 1,2 Millionen Euro. Parallel dazu laufen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten. Dazu wird der Tunnel nachts komplett gesperrt. Gearbeitet wird jeweils von 21 Uhr bis 5 Uhr.

Weitere Erneuerungsmaßnahmen seien bereits geplant. Dies gilt für den BOS-Funk (für Sicherheitsaufgaben) und wird ebenfalls 1,25 Millionen Euro kosten. Erheblich teurer ist der geplante Austausch der Beleuchtung. Hier rechnen die Planer mit einer Ausgabe in Höhe von 5,7 Millionen Euro. Auch die Axialventilatoren, die Strömungsmessung und die CO-Messung müssen auf neuen technischen Stand gebracht werden. Die Kosten für diese Maßnahmen liegen allerdings, laut Stadt, noch nicht vor.

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