Magische Aktivitäten

Tausende Besucher wollen in Burg Hexen sehen

+
Mit Hexe Furiana war Langeweile ein Fremdwort. Mit geheimnisvollen Zutaten rührte sie Zaubertrank an, aus dem riesige Seifenblasen entstehen. 

Mysteriöse Gestalten verzauberten auf Schloss Burg Jungen und Mädchen mit magischen Aktivitäten.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Mia und Lea hatten sich herausgeputzt: Mit spitzen Hexenhüten, schwarzen Tüll-Röckchen und dazu passenden Umhängen mit Kapuze warteten die beiden am Sonntagmittag ungeduldig mit ihren Eltern in der Schlange vor dem Drehkreuz auf Einlass. „Ich möchte mir einen Besen machen“, sagte Mia. „Vielleicht mit pinkfarbenen Griff?“ Sie waren beileibe nicht die einzigen jungen Besucher, die verkleidet zum traditionellen Kinderfest auf Schloss Burg anrückten. Einige Magie-Fans hatten sich in Harry-Potter-Outfits geworfen und überlegten laut, welchen besonderen Zaubertrank sie wohl gleich in der Hexenküche zusammenmixen würden.

Am großen Tor vor den Innenhöfen verteilten Schloss-Burg-Mitarbeiter eifrig auf Wunsch-Stempel auf Kinderhände und kontrollierten die Eintrittskarten fürs Kinder-Hexenfest, das die Burg traditionell am 1. Mai zu einem wahren Mekka für kleine und große Hexen und Zauberer werden lässt. Gut, dass die überdimensionalen Seifenblasen von Hexe Furiana für staunende Abwechslung sorgten und auch die Leierkasten-Hexe mit ihrem Raben vertrieb als „Appetithappen“ auf das, was nach der Sperre zu erleben war, ein bisschen die Zeit.

VERANSTALTUNGEN

PARKPLÄTZE Die Parkplatz-Situation war bestmöglich geregelt: Zahllose Helfer wiesen suchenden Autofahrern den Weg zu Plätzen in Richtung Höhrath. Eine Einbahnstraßen-Regelung vermied Chaos durch Gegenverkehr. Zusätzlich waren Pendelbusse aus Solingen und Wermelskirchen eingesetzt.

TERMIN Die nächste Veranstaltung auf Schloss Burg für Kinder ist das Gastspiel der Georgs-Ritter vom 1. bis zum 10. Juni.

„Gerade ist Durchgangs-Stopp“, erläuterte Michael Schubert vom Schlossbauverein die kleine Geduldsprobe für die Wartenden. „In Absprache mit der Feuerwehr konnten wir das Limit der erlaubten Besucher schon von 1000 auf 1200 erhöhen – das ist jetzt auch erreicht. Aber es gehen ja auch ständig Leute, gleich können wir hier sicher weitermachen.“ Wer schon früher durch die Sperre schlüpfen konnte, hatte in den Höfen und im Burg-Inneren die Qual der Wahl: Erst den eigenen Besen binden und mit bunten Bändern, Perlen, Glitzersteinen oder (Gummi)- Spinnen verzieren? Und danach bei Flughexe Arabella die erste Stunde im Fliegen absolvieren? Oder lieber erst durch das „Grusel-Gewusel“ laufen, um die eigene Tapferkeit zu festigen und zu beweisen, dass einem fast vollständige Finsternis, fluoreszierende Monster und kichernde Wände nichts ausmachen?

Großer Besucherandrang sorgte immer wieder für Wartezeiten

Viele steuerten auch erst einmal die „Hutmacher“-Station an, wo Hexe Ambrosia mit Materialien wie Zackenstoff, Efeuranken, Tüll-Streifen oder Stroh-Fransen aufwartete. Mit Heißklebepistole und ein bisschen Fingerspitzengefühl entstanden hier im Handumdrehen perfekte magische Kopfbedeckungen. Immer wieder mussten die Gäste auch vor dem Rittersaal warten: Dann, wenn das Mitmach-Theater von Hexe Nudeltraud die 200 erlaubten Personen im Raum angelockt hatte und wegen „Zuviel“ auch hier regulierend eingegriffen werden musste.

„Eigentlich ein Luxus-Problem“, sagte Nadine Neuschäfer vom Organisations-Team des Schlossbauvereins, die sich über die Gästezahl freute. „Aber natürlich eines, für das wir auf das Verständnis unserer Besucher bauen müssen. Wir können die Sicherheits-Vorschriften nicht ignorieren.“ Gemeinsam mit ihrer Kollegin sorgte sie wie in jedem Jahr mit selbst gebackenem Kuchen für Energie-Nachschub der Magie-Freunde. Ihr Stand in der Kemenate war zugleich Losbude: Vom Riesen-Kuschelhasen bis zu kleinen Spielen reichte die Palette der gesponserten Herrlichkeiten, die als Gewinn lockten.

Derweil hatte Hexe Furiana alias Ingeborg Helzle ihre Zauberkessel mit „Zauberblubber“ gefüllt und ließ gigantische Blasen über die Besucher schweben. In der staunenden Schar standen auch Lea und Mia – sie hatten es inzwischen geschafft, ins „Hexen-Mekka“ vorzudringen – und nahmen Kurs auf die Besen-Binderei. Ob es noch pinke Bänder gab?

Mehr zum Thema

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Autofahrer durch herabfallenden Ast schwer verletzt
Autofahrer durch herabfallenden Ast schwer verletzt
Bunker am Döppersberg: Nun kommt der Deckel drauf
Bunker am Döppersberg: Nun kommt der Deckel drauf
Rekordherbst am Flughafen: Ist Flugscham ein Thema?
Rekordherbst am Flughafen: Ist Flugscham ein Thema?
Einige "Erstis" benehmen sich daneben
Einige "Erstis" benehmen sich daneben

Kommentare

Das könnte Sie auch interessieren