Spende der Johannes-Rau-Stiftung

Synagoge: Eine neue Vitrine für das Foyer

Leonid Goldberg und Peter Vaupel vor der Vitrine. Foto:: A. Fischer
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Leonid Goldberg und Peter Vaupel vor der Vitrine.

Wuppertal. Anlässlich des 90. Geburtstages und des 15. Todestages von Johannes Rau hat die Johannes-Rau-Stiftung der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal eine Spende überreicht.

Mit dem Geld, insgesamt 5000 Euro, konnte die Gemeinde eine zweite Glasvitrine für das Foyer der Bergischen Synagoge anschaffen. Hier sind Exponate des jüdischen Lebens in Wuppertal und der jüdischen Geschichte des Bergischen Landes ausgestellt sind – diverse Chanukka-Leuchter, eine Torarolle, eine Heilige Schrift von 1875 und ein Sederteller von 1710, den ein Wuppertaler in seinem Fundus entdeckt und der jüdischen Gemeinde zur Verfügung gestellt hat.

Schlüssel der zerstörten Solinger Synagoge

Unter den Exponaten befindet sich der Original-Schlüssel der 1938 zerstörten Solinger Synagoge. „In der Asche des Gebäudes haben Kinder den unversehrten Schlüssel gefunden und aufbewahrt“, berichtet Leonid Goldberg, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde. „Irgendwann kam er dann zu uns.“

Obwohl Goldberg mit der zweiten Vitrine die Ausstellung um einige Exponate erweitern konnte, warten noch viele Stücke darauf, der Öffentlichkeit präsentiert zu werden. „Seit Jahren plane ich eine Ausstellung in der oberen Etage der Synagoge. Vielleicht klappt es nach der Corona-Pandemie“, sagt Goldberg.

Zur offiziellen Einweihung der zweiten Vitrine erschienen auch Ernst-Andreas Ziegler als Gründungsmitglied des Freundeskreises Neue Synagoge und Peter Vaupel als Vertreter der Johannes-Rau-Stiftung. „Rau hat sich stark für das Wiederaufblühen des jüdischen Lebens in Wuppertal eingesetzt“, berichtet Ernst-Andreas Ziegler und fährt mit einer Anekdote fort. Danach hatten sich Ziegler und Goldberg gemeinsam an Johannes Rau gewandt und um Unterstützung für den Bau einer Synagoge in Wuppertal gebeten. Nachdem sie auf Johannes Raus Fragen: „Habt ihr Geld? Habt ihr ein Grundstück? Habt ihr einen Plan?“ jeweils mit „Nein“ antworten mussten, entgegnete dieser: „Ich werde euch trotzdem helfen.“

Im Oktober 2001 wurde schließlich an der Gemarker Straße 15 der Grundstein zur Bergischen Synagoge gelegt, im Dezember 2002 feierte sie Eröffnung. Anwesend war damals neben Johannes Rau auch der israelische Staatspräsident Mosche Katzav. -flo-

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