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Kabinett beschließt weitgehende Abschaffung des Solidaritätszuschlags

Das Bundeskabinett hat die weitgehende Streichung des Solidaritätszuschlags beschlossen. Auch wer die entstehenden Kosten schultern soll wurde entschieden. 
Kabinett beschließt weitgehende Abschaffung des Solidaritätszuschlags

Immobilien

Studentenwohnungen sind ein knappes Gut

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Die Baustelle der neuen Wohnanlage an der Max-Horkheimer-Straße 160-168. 

WUPPERTAL Zum neuen Wintersemester werden in Wuppertal 22 600 Studenten erwartet.

Von Michael Bosse

Angesichts der wachsenden Zahl an Studenten an den Hochschulen in Wuppertal steigt der Bedarf an Wohnungen für den akademischen Nachwuchs. 22 350 Studenten waren im vergangenen Wintersemester in Wuppertal eingeschrieben – rund 22 050 an der Uni, knapp 170 an der Hochschule für Musik, etwa 130 an der Kirchlichen Hochschule. Zum demnächst startenden Wintersemester wird mit 22 600 Studenten gerechnet.

Das Hochschul-Sozialwerk Wuppertal (HSW) erwartet deshalb eine weitere Zuspitzung bei der Versorgung mit Studentenwohnungen. Derzeit sucht das HSW auch private Vermieter, die Wohnungen für die Studenten bereitstellen. „Wuppertal ist – was die Wohnungsknappheit und die Mietpreise angeht – weiterhin nicht mit Köln oder Bonn zu vergleichen. Aber es ist auch hier schwieriger geworden, bezahlbare Studentenzimmer zu finden“, sagt HSW-Geschäftsführer Fritz Berger.

Neuen Studenten, die sich für eines der 1085 Appartements in den Studentenwohnheimen des HSW interessieren und bislang noch keine Zusage haben, kann Berger nur wenig Hoffnung machen: Fast alle Wohnungen sind bereits vergeben. Mit Ungeduld wird deshalb auf die Fertigstellung der fünf neuen Wohnheime gewartet, die derzeit an der Max-Horkheimer-Straße errichtet werden. 132 Plätze sollen dort geschaffen werden, zum Wintersemester 2019 sollen die Häuser bezugsfertig sein.

Dieser Lichtblick nutzt den jetzt suchenden Studenten aber herzlich wenig. Auf der Online-Warteliste des HSW stehen derzeit rund 630 Bewerber – Tendenz steigend. Demgegenüber stünden nur rund 50 Angebote für Zimmer von Privatleuten, sagt Berger.

Der Trend geht zum Einzel- oder Doppelzimmer

„Bis zum Semesterstart rechnen wir mit bis zu 800 Wohnungssuchenden. Deshalb appelliere ich an alle Wohnungseigentümer, sich mit uns in Verbindung zu setzen, wenn sie über freien Wohnraum verfügen.“ Die größte Nachfrage gibt es den Angaben zufolge bei Einzel- oder Doppelzimmer-Appartements. Größere Wohnungen für mehr Personen sind dagegen „schwerer an den Mann zu bringen“, erklärt HSW-Chef Berger. Der Grund: Gerade Erstsemesterstudenten, die an die Uni kommen, haben noch nicht so viele Kontakte zu Kommilitonen, um gemeinsam eine Wohnung anzumieten. Zudem gibt es nach Angaben des HSW offenbar einen Trend zum Einzel- oder Doppelzimmer, Wohngemeinschaften scheinen nicht so angesagt zu sein.

PROJEKT

WOHNEN FÜR HILFE Wer sich für das Programm „Wohnen für Hilfe“ interessiert, kann sich online informieren, ebenso Vermieter, die ein reguläres Angebot für eine Mietwohnung abgeben möchten. hsw.uni-wuppertal.de www.hochschul-sozialwerk-wuppertal.de/wohnen/wohnen-fuer-hilfe.html

Das HSW bietet für Vermieter eine Beratung an. „Die Angebote privater Vermieter können von uns begangen und begutachtet werden, um konkret über die Wohnung informiert zu sein”, betont Berger. Der HSW-Geschäftsführer sieht auch vonseiten der Vermieter einen Bedarf an dieser Beratungstätigkeit, schließlich gebe es ja bekanntlich Leerstände im Tal: „Wir wollen weitere Partnerschaften zu privaten Vermietern aufbauen, die von der Vorauswahl bis hin zur Vertragsunterzeichnung im Studentenwerk gehen können.“ Vor allem die Studenten aus dem Ausland sollten von dieser Zusammenarbeit profitieren.

Um das Interesse bei den Vermietern zu wecken, hat das HSW zudem schon vor Jahren das Programm „Wohnen für Hilfe“ gestartet. Dabei erhalten die Studenten eine kostengünstige Unterkunft und helfen im Gegenzug dem Vermieter oder der Vermieterin im Alltag. Die Möglichkeiten sind vielfältig und können unter anderem Gartenarbeit, Kinderbetreuung, Einkaufen oder Hilfe bei Behördengängen umfassen. Ausgenommen von dem Programm sind Pflegeleistungen im engeren Sinne. Da es sich bei dieser Art von Mietverhältnis um ein besonderes handelt, vermittelt das HSW zwischen beiden Seiten.

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