Neues Wohnheim

Studenten suchen dringend Wohnraum

An der Lahnstraße entsteht ein neues Wohnheim. Archivfoto: Andreas Fischer
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An der Lahnstraße entsteht ein neues Wohnheim.

Engpass: Das digitale Semester ändert in Wuppertal nichts.

Von Martin Wosnitza

Wuppertal. „Trotz Corona: Kopf braucht Dach!“, schrieb das Hochschul-Sozialwerk (HSW) kürzlich. Das HSW betreibt Studentenwohnheime mit insgesamt 1217 Plätzen im direkten Umfeld der Universität. Diese könnten die Nachfrage, auch wenn das Wintersemester zum Teil digital ablaufen soll, nicht decken. „Einige wenige werden erst ab Mitte Oktober und Anfang November vermietet, aber insgesamt sprechen wir ab jetzt wieder von einer Vollvermietung“, so Matthias Hensche, Leiter des HSW-Wohnraum-Service.

Vor diesem Hintergrund erklärt HSW-Geschäftsführer Fritz Berger: „Deshalb appelliere ich an alle privaten Haus- und Wohnungseigentümer, sich mit uns in Verbindung zu setzen, wenn sie über freien Wohnraum verfügen.“ Das Sozialwerk hat hierzu auf seiner Homepage eine „Privatzimmervermittlung“ eingerichtet. Neben dem privaten Wohnungsmarkt gibt es auch weitere Angebote im Tal, die sich speziell an Studenten richten.

Die Vormerkungen übersteigen das Angebot um ein Vielfaches

Etwa die Livus Apartments „Im Ostersiepen“, ebenfalls unmittelbar in Uni-Nähe. Dort hat Student Jan Markert (20) ein Zimmer bezogen. Der angehende Grundschullehrer zieht aus Kaarst ins Tal: „Die Möglichkeit, Sport in mein Studium zu integrieren, bieten nur wenige NRW-Unis und ich wollte nicht zu weit weg von zu Hause wohnen.“ Pendeln, wie die meisten Studenten, möchte er hingegen nicht.

Die Wohnungssuche empfand er schwerer, als er ursprünglich angenommen hatte: „Wuppertal ist preislich im Vergleich zu Köln oder Münster eher moderat. Doch habe ich zwei Monate gesucht, und war oft von den Wohnungen oder vom Umfeld enttäuscht.“ Mit seinem Einzelapartment ist er hingegen sehr zufrieden.

Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Wuppertal (GWG) hat ein eigenes Angebot für Studenten. Sie erhalten auf ausgewählte Wohnungen einen zeitlich begrenzten Rabatt von bis zu 20 Prozent der Kaltmiete. „Per 1. Oktober 2020 nehmen derzeit 31 Mieter den Studi-Rabatt in Anspruch“, führt GWG-Geschäftsführer Oliver Zier aus. Studenten würden ihm zufolge meist 1- bis 2-Zimmer-Wohnungen für eine maximale Kaltmiete von 350 Euro suchen. „Über das Jahr verteilt, können wir die Nachfragen gut bedienen“, ergänzt er. Aktuell sei hier ein „gefühlter“ Rückgang erkennbar: „Die Ursache vermuten wir allerdings in der Semester-Verschiebung, so dass die Nachfrage wahrscheinlich zeitverzögert wieder wie gewohnt ansteigt.“

An der Lahnstraße baut die Prime Value Invest GmbH unter dem Namen FLOW ein neues Studentenwohnheim. „Unsere aktuelle Planung geht – nach kurzer, coronabedingter Verzögerung – davon aus, dass die ersten Zimmer im Dezember bezogen werden können“, erklärt Geschäftsführer Alexander Usselmann. Bis zum Sommersemester 2021 sollen nach und nach insgesamt 224 Zimmer mit Basis-Preisen ab 325 Euro bereitstehen. „Unsere Vormerkungen für die Zimmer übersteigen das Angebot um ein Vielfaches“, so Usselmann.

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