Wettbewerb

Studenten erhalten Baustandorte

SDE-Projektleiter Daniel Lorberg und OB Uwe Schneidewind haben den Teams die Plätze zugelost. Foto: SDE
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SDE-Projektleiter Daniel Lorberg und OB Uwe Schneidewind haben den Teams die Plätze zugelost.

Wuppertal. Der Wettbewerb Solar Decathlon Europe nimmt in Wuppertal Gestalt an.

Von Michael Bosse

Der studentische Wettbewerb zum Thema nachhaltiges Bauen, „Solar Decathlon Europe“ (SDE) 2021/22, nimmt langsam Gestalt an. Am Freitag loste Oberbürgermeister Uwe Schneidewind im Foyer des Uni-Campus Haspel die Standorte für die restlichen zehn studentischen Teams aus.

Die Infrastruktur auf dem Campus am Bahnhof Mirke ist damit durchgeplant, nun soll bis Sommer kommenden Jahres noch die Umsetzung in dann hoffentlich Pandemie-ferneren Zeiten folgen. Acht Teams haben ihre Standorte bereits zugewiesen bekommen, weil sie auch nach Abschluss des Wettbewerbs mit ihren Bauten an der Nordbahntrasse vertreten bleiben. Sie sind Teil des „Living Lab NRW“, bleiben als öffentlich begehbare Forschungs- und Ausstellungsobjekte erhalten.

Team aus Bangkok hatte als Erstes die Wahl

Aus einem orangefarbenen Bauhelm, der ihm vom Projektleiter Daniel Lorberg gereicht wurde, zog Schneidewind die zehn übrigen studentischen Teams, die für den Wettbewerb ausgewählt wurden. Wer zuerst gezogen wurde, konnte sich den Standort aussuchen, der zuletzt gezogene Teilnehmer musste das Areal nehmen, das noch übrig geblieben war.

Als Erstes wurde das Team aus Bangkok gezogen, dann folgte das Team aus Bukarest. Die beiden reihten sich im westlichen Bereich des Solar-Campus ein, zwischen die bereits vergebenen Bauplätze des „Living Lab NRW“. Die übrigen acht studentischen Teams suchten sich dann ihren Standort im Osten des Geländes. Dazwischen entsteht eine große Veranstaltungshalle, weitere Hallen – unter anderem ein Food Market – ergänzen das Angebot.

OB Schneidewind erklärte, er freue sich, den „Solar Decathlon“ im kommenden Jahr in Wuppertal begrüßen zu dürfen. Der Wettbewerbsstandort am Mirker Bahnhof sei „fantastisch“, zudem sei auch Wuppertal als Austragungsort gut gewählt, sei die Stadt doch ein „Motor der Industrialisierung“ in Deutschland und könne nun ein Vorbild („City of Transition“) auf dem Weg zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung und -gestaltung werden.

Derzeit sind noch die vorbereitenden Arbeiten auf dem Solar-Campus im Gange, wie Projektleiter Lorberg in ein paar kurzen Szenen zeigte. Uni-Rektor Lambert T. Koch versprach den studentischen Teams Unterstützung. Es sei eine „wunderbare Erfahrung“ für die Hochschule, dass dieser Wettbewerb in Wuppertal stattfinde.

Im kommenden Jahr errichten die 18 studentischen Teams aus elf Ländern ihre Demonstrationsbauten für nachhaltiges Bauen am Bahnhof Mirke. Im Finale vom 10. bis 26. Juni präsentieren sie diese Bauten der Öffentlichkeit, in mehreren Kategorien – wie in einem Zehnkampf – treten die Teams mit ihren energieeffizienten Bauprojekten gegeneinander an. Für die teilnehmenden Studenten ist der „Solar Decathlon Europa“ so etwas wie Olympia oder eine Expo im Kleinen.

Der Wettbewerb findet erstmals in Deutschland statt und legt mit der Platzierung im Mirker Quartier einen Schwerpunkt auf städtische Entwicklung in einem urbanen Umfeld. Die beteiligten Hochschulteams bestehen deshalb nicht nur aus Architekten oder Bauingenieuren, sondern auch aus Wissenschaftlern aus den Fachgebieten Sozialwissenschaft, Psychologie oder Stadtentwicklung.

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