Gesundheit

Stiftung Tannenhof sucht Standort für neue Tagesklinik

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Die Psychiatrische Tagesklinik Tannenhof (hier der Standort Märkische Straße 8) möchte das Kliniknetz erweitern.

WUPPERTAL/REMSCHEID Die Remscheider Stiftung Tannenhof möchte ihr Kliniknetz in Wuppertal weiter ausbauen.

Von Daniel Neukirchen

Das verriet der kaufmännische Direktor Dietmar Volk im Gespräch mit unserer Zeitung. „Wir suchen nach einem zusätzlichen Standort für eine Tagesklinik in Barmen“, sagt Volk. Derzeit bietet die Stiftung Tannenhof 95 Tagesklinikplätze, in denen psychisch Erkrankte teilstationär behandelt werden. 80 davon verteilen sich auf die Einrichtungen in Wuppertal an der Wesendonkstraße 7 und am Hofkamp 31 bis 35 in Elberfeld und an der Märkischen Straße 8 in Barmen.

Dabei gibt es mehr Kranke als Plätze. „Wir sind im Tagesklinikbereich durch die Bank voll ausgelastet. In der Regel liegen wir bei 120 Prozent“, sagt Volk. Mit der Erweiterung in Barmen hofft man auf eine höhere Flexibilität bei der Aufnahme von dringenden Fällen und eine Erweiterung der angebotenen Plätze. Das teilstationäre Angebot richtet sich an Menschen mit psychischen Erkrankungen, die beispielsweise nach einem stationären Aufenthalt eine wohnortnahe Weiterbehandlung, auch möglicherweise neben dem Beruf, suchen.

Auch im stationären Bereich expandiert die Stiftung. So ist laut Volk eine Kooperation mit dem Helios-Klinikum geplant. In dem Barmer Universitätsklinikum soll unter Tannenhof-Trägerschaft eine psychosomatische Station eingerichtet werden, also ein Bereich für Menschen, die beispielsweise mit körperlichem Schmerz kämpfen, der psychische Ursachen hat. Dabei wartet die Stiftung nur noch auf einen positiven Bescheid. 

Erst 2016 flossen 15 Millionen Euro in die Barmer Klinik

Seit Dezember 2016 sind Helios und Tannenhof bereits Nachbarn. Da eröffnete an der Sanderstraße eine neue psychiatrische Klinik mit 60 Betten für die die evangelische Stiftung 15 Millionen Euro in die Hand genommen hat. Dietmar Volk sehe da eigentlich bei der Finanzierung den Staat stärker in der Pflicht: „So ein Ausbau hätte eigentlich gefördert werden müssen.“ So warte er auf das nächste große Krankenhausförderprogramm, um den Betten-Ausbau in Wuppertal voranzutreiben. Denn auch im stationären Bereich sieht Volk noch weiteres Potential. „Wir arbeiten mit Wartelisten“, so der kaufmännische Direktor.

Die Stiftung Tannenhof behandelt im Jahr rund 9000 Patienten in ihren Wuppertaler Einrichtungen, aber auch in den Häusern in Remscheid und Velbert-Langenberg. So kommt die Stiftung auf acht Einrichtungen in den drei Städten mit unterschiedlichen Ausrichtungen. So liegt der Schwerpunkt an der Wesendonkstraße in Elberfeld auf der Behandlung älterer Patienten (Gerontopsychiatrie), während in Velbert-Langenberg Suchterkrankungen im Fokus stehen.

In der Institutsambulanz an der Friedrich-Engels-Allee in Langenberg sind ebenfalls suchterkrankte und depressive Menschen richtig. Dort gibt es auch niederschwellige Gesprächsangebote. Nicht nur bei Alkohol- und Drogen-, sondern auch bei Spielsucht.

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