Fast Fashion

Steht der Primark-Standort auf der Kippe?

Schon vor der Primark-Eröffnung 2019 stand fest, dass die Verkaufsfläche kleiner wird als angekündigt.
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Schon vor der Primark-Eröffnung 2019 stand fest, dass die Verkaufsfläche kleiner wird als angekündigt.

Umsätze des Mode-Discounters sind bundesweit eingebrochen. Was mit dem Wuppertaler Standort passiert, ist unklar.

Von Anne Palka

Wuppertal. Die Umsätze des Mode-Discounters Primark sind in Deutschland eingebrochen, berichtet die „Wirtschaftswoche“: von 926 Millionen Euro im Jahr 2019 auf 380 Millionen Euro im Jahr 2021. Zu dem Anteil des Standorts am Wuppertaler Döppersberg und dessen Zukunft will sich das Unternehmen nicht äußern.

Eine Sprecherin teilt mit, dass die Häuser kontinuierlich weiterentwickelt werden. „Im Zuge dessen planen wir, unsere Verkaufsflächen in Deutschland zu optimieren sowie unser deutsches Store-Netzwerk zu überprüfen. Es ist Primarks Ziel, das Deutschlandgeschäft wieder langfristig profitabel zu machen.“ Darauf wolle sich das Unternehmen in den kommenden Monaten fokussieren. Deutschland bleibe ein wichtiger Markt mit viel Potenzial.

Im März wurde bekannt gegeben, dass zwei Primark-Filialen schließen: im hessischen Weiterstadt und an der Schlossstraße in Berlin. Wenn nun alle 30 Standorte überprüft werden, könnte das bedeuten, dass weitere folgen. Mehr Leerstand am Döppersberg? Der Investor Signature Capital reagierte bislang nicht auf die Nachfrage, was mit dem Gebäude passieren könnte, sollte Primark den Wuppertaler Standort verkleinern oder aufgeben.

Die Filiale wurde im April 2019 eröffnet. Schon viele Monate vorher war klar, dass der „Investorenkubus“ größer geplant wurde, als Primark ihn schließlich nutzen wollte: Aus drei Etagen Verkaufsfläche wurden zwei. Der damalige Oberbürgermeister Andreas Mucke reagierte verärgert. Insgesamt war der Bau in Wuppertal umstritten, die Größe stieß auf Kritik. Dass Signature Capital den restlichen Teil des Gebäudes nicht untervermieten wollte – er wird zum Teil als Lager von Primark genutzt – kritisierte Andreas Mucke: „Das ist eine verschenkte Fläche für die Innenstadt.“ Mehrfach bemängelte er fehlende Kommunikation vonseiten der beiden Unternehmen.

Kundenströme auch aus Remscheid und Solingen

Der zentrale Standort am Döppersberg, direkt am Vorplatz des Hauptbahnhofs, hat für die Elberfelder Innenstadt eine große Bedeutung. Der Investorenkubus ist auf der Titelseite des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts für Wuppertal aus dem Jahr 2020 abgebildet. Darin wird Primark als „strukturprägender Einzelhandelsbetrieb“ für Elberfeld genannt. Zu „Magnetbetrieben wie Primark oder Ikea“ gebe es auch Kundenströme aus Remscheid und Solingen. Mit der Ansiedlung von solchen großflächigen Anbietern hänge zusammen, dass die Entwicklung des Einzelhandels in Wuppertal „im Vergleich zu den bundesweit beobachtbaren Trends überdurchschnittlich“ verlief.

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