Der Höhepunkt des Sommers

Stauden stehen in voller Sommerblüte

Durchwachsene Silphien (Silphium perfoliatum) sind nicht nur beliebte Bienenweiden, sondern sie sind wegen ihrer hohen Biomasseproduktion auch als Energiepflanzen interessant. Aktuell stehen sie in voller gelber Farbenpracht im Botanischen Garten.
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Durchwachsene Silphien (Silphium perfoliatum) sind nicht nur beliebte Bienenweiden, sondern sie sind wegen ihrer hohen Biomasseproduktion auch als Energiepflanzen interessant. Aktuell stehen sie in voller gelber Farbenpracht im Botanischen Garten.

Botanischer Garten der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Von Stephan Eppinger

Düsseldorf. Der Höhepunkt des Sommers: Im Botanischen Garten der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) blühen die Stauden, während andere Pflanzen wie die Pfingstrosen schon Früchte angesetzt haben. Es gibt viel zu entdecken, viele Plätze laden zum Sonnenbaden oder aber zur Abkühlung im Schatten ein.

Wer sich vor dem Kuppelgewächshaus rechts wendet, stößt schon nach wenigen Metern auf ein gelbes Blütenmeer. Die aus Nordamerika stammenden Durchwachsenen Silphien (Silphium perfoliatum), und Sonnenblumen (Helianthus annuus) sind nur einige der Pflanzen, die gerade in voller Blüte stehen.

Die Silphien sind seit einigen Jahren verstärkt im Fokus der Nutzpflanzenforschung. Die Pflanzen – auch Becherpflanze genannt – sind an ihren charakteristischen viereckigen Stängeln und ihren verwachsenen Blättern zu erkennen, die um den Stängel herum Becher bilden, in denen sich auch Regenwasser sammelt. Sie weisen eine hohe Biomasseproduktion auf, die getrockneten Stängel können darüber hinaus als Dämmstoff und faseriger Bauzusatzstoff dienen. Die Flavonoide in den Blüten haben interessante medizinische Eigenschaften. Darüber hinaus sind die Blüten bei Bienen und anderen Bestäubern sehr beliebt.

Sonnenhüte und Artischocken bringen viel Farbe ins Spiel

Gerade im Bereich Nutzpflanzen und Nordamerika – im Süden des Botanischen Gartens – finden sich weitere Highlights: Gelb und lila blühen Sonnenhüte (Rudbeckia und Echinacea), die violetten Blüten der Artischocken (Cynara cardunculus) sind besonders bei Insekten beliebt. Sehr filigran sind die gefiederten Blüten des Moskitograses (Bouteloua gracilis).

Der Rundweg durch den Außenbereich des Botanischen Gartens führt weiter in die schattigen Abteilungen China, Japan und Kaukasus. Abseits des Weges finden sich die Fruchtstände der Pfingstrosen (Paeonia), die noch vor wenigen Monaten überall im Garten blühten: Zuerst noch vollständig geschlossen, platzen ihre reifen Früchte auf und zeigen rote und violette Samen. Beim Blick nach oben sind die kugeligen Blütenstände der Papier-Maulbeere (Broussonetia papyrifera) zu sehen. Und wer den Rundgang im Kuppelgewächshaus beschließt, wird auf die ersten Früchte des Granatapfels (Punica granatum) stoßen.

Übrigens: An der HHU werden Staudengärtner ausgebildet, aktuell gibt es acht Auszubildende. Als ein Projekt haben sie in der – für das Publikum nicht zugänglichen – Lehrgärtnerei eine „Living Wall“ gestaltet, mit diversen Aronstabgewächsen, die sie selbst angezogen haben.

Weitere Infos zum Botanischen Garten in der Universitätsstraße 1 (Gebäude 29.01), der bis Ende September täglich bei freiem Eintritt geöffnet hat (Montag bis Freitag, 8 bis 19 Uhr; Samstag, 13 bis 19 Uhr; Sonntag 10 bis 19 Uhr): botanischergarten.hhu.de

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