Wuppertal als Performancebühne

Städtisches Festival ehrt Joseph Beuys

Joseph Beuys lebte und starb in Düsseldorf. Dort ist er noch heute präsent. Archivfoto: Dürrwald/dpa
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Joseph Beuys lebte und starb in Düsseldorf. Mit Wuppertal ist er aber eng verbunden gewesen. Archivfoto: Dürrwald/dpa

Wuppertal ist bis Sonntag Performance-Stadt.

Von Monika Werner-Staude

Wuppertal. Es geht um Joseph Beuys und um seinen „erweiterten Kunstbegriff“. Das Land Nordrhein-Westfalen feiert den Ausnahmekünstler, der am 12. Mai vor 100 Jahren in Krefeld geboren worden war, mit dem Veranstaltungsprogramm „Beuys 2021“. Wuppertal, mit Beuys durch das 24-Stunden-Happening von 1965 eng verbunden, nimmt mit einem eigenen Festival teil: seit Mittwoch und noch bis Sonntag. Das macht die Stadt nun zur Performancebühne.

Täglich finden Kunstaktionen der besonderen Art sowie flankierende Gesprächsrunden statt, die die künstlerischen Produktionen mit wissenschaftlicher Reflexion verknüpfen: An allen fünf Tagen finden insgesamt fünf sogenannte Panels statt, bei denen Wissenschaftler mit den Festival-Künstlern über zentrale Aspekte performativer Kunst, über die Charakteristika des Beuys’schen Werkes und seine impulsgebende Wirkung auf zeitgenössische Kunstschaffende diskutieren.

Bettina Paust, Leiterin des Kulturbüros, das das Festival organisiert, betont: „Uns ist es ganz wichtig, Theorie und Praxis zu verzahnen, nicht einfach nur Performances unreflektiert zu machen.“ Dabei sollen Fragen beantwortet werden, die thematisch einen weiten Bogen schlagen: Von der flüchtigen Performancekunst und ihrer Fixierung, über das Konzept des Gesamtkunstwerks, das Zeiterleben in der Performancekunst und die Erweiterung des Begriffs der Plastik zu einem „sozialen Organismus als Kunstwerk“, der sogenannten „Sozialen Plastik“, bis hin zum Bezug der Performances zur stadtgesellschaftlichen Entwicklung.

Diskussionsprogramm endet am Sonntag mit zwei Veranstaltungen

Das Diskussionsprogramm beginnt am 3. Juni, 15 Uhr, und endet am Sonntag mit zwei Diskussionen ab 10 Uhr: Über „Partizipation als Kunstwerk“ sprechen Karen van den Berg, Eugen Blume, Roland Brus, Barbara Gronau und Wolfgang Zumdick, ehe Henning Mohr, Bettina Paust, Johannes Schmidt, Uwe Schneidewind und Gesa Ziemer zur gesellschaftlichen Transformation durch Urbane Performanz folgen.

Wegen der Corona-Krise finden alle Panels ohne Publikum statt – die Protagonisten treffen sich im ehemaligen Fabrikgebäude Kaiser & Dicke in Barmen oder finden online in Zoomkonferenzen zusammen. Zuschauer können die gestreamten Veranstaltungen nicht nur anschauen, sondern sich auch beteiligen. Alle Beiträge sind kostenfrei im Internet zu verfolgen über: stew.one. Informationen (inklusive Zeitplan): wuppertal.de/beuys-performancefestival.

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