Stadtstrand in Düsseldorf öffnet erst im Juni

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Auch der Stadtstrand auf der Wiese am Rheinufer in Höhe von „KIT“ wird frühestens im Juni öffnen. Archivfoto: Judith Michaelis

Am Lehr-Ufer fehlen noch Strom- und Wasseranschluss. Letzte Baugenehmigungen sorgen für eine weitere Verzögerung.

Von Alexander Schulte

Düsseldorf. An Wochenende war es nicht so schlimm, denn das Wetter war alles andere als berauschend. „Aber Ostern hat es natürlich geschmerzt, dass noch keiner unserer Stadtstrände geöffnet war“, sagt Andreas Knapp, Geschäftsführer des von der Stadt Düsseldorf auserkorenen Betreibers „Küssdenfrosch“. Und auch der zuletzt avisierte 1. Mai ist nicht mehr zu halten, allerfrühestens am 15. Mai soll es zumindest schon am Robert-Lehr-Ufer losgehen, „realistisch ist aber wohl der 1. Juni“, sagt Matthias Böttger, der Projektleiter bei „Küssdenfrosch“.

Ursprünglich sollte der erste Stadtstrand schon am 1. März öffnen, da allerdings war es ohnehin noch viel zu kalt. Doch warum verzögert sich das Projekt immer mehr? Mal fehlen die erforderlichen Baugenehmigungen durch die Stadt, mal steht die Strom- und Wasserversorgung noch nicht.

Auf Anfrage teilt das Baudezernat mit, dass der Baugenehmigungsantrag für das Robert-Lehr-Ufer bereits erteilt sei, die anderen würden „mit Hochdruck bearbeitet“. Am Standort KIT fehle noch eine Stellungnahme der Oberen Denkmalbehörde, die für Anfang Mai angekündigt ist. Mit den Netzanschlüssen habe man die Stadtwerke beauftragt, die Baugenehmigung für das Tonhallenufer sei durch den Betreiber erst zeitversetzt Mitte März eingereicht worden. Tatsächlich wollen Böttger und sein Team dort erst zum 1. Juli starten.

Bewirtungsmix aus Büdchen und Restaurant mit Bedienung

Beim Investor ist man noch „recht entspannt“, sagt Böttger: Kritik an der Stadt übt niemand, Matthias Knapp lobt die beteiligten Ämter sogar ausdrücklich: „Alle geben sich unheimliche Mühe und sind sehr hilfsbereit, solch ein Projekt ist eben nicht im Handumdrehen zu genehmigen und zu realisieren.“

Lieber sprechen die beiden Macher deshalb auch vom Strand-Projekt selbst, auch wenn es bekanntlich ohne Sand und Wasser auskommen muss: Die ersten der bestellten Seecontainer sind in der Produktionshalle von „Küssdenfrosch“ eingetroffen, sie werden dort neu lackiert und zum Teil umgebaut (Kühltechnik), die anderen kommen in den nächsten Tagen. Mittlerweile haben sich auch die Konzepte konkretisiert. „Am Lehr-Ufer entsteht ein ganz ruhiger Strand“, sagt Böttger. Der Standort biete ein schönes Panorama, nicht nur, aber vor allem zum Sonnenuntergang. „Ein Kontrast zum Trubel etwa an den Kasematten, hier kann man auch mal im Liegestuhl chillen und 15 Meter um einen herum sitzt niemand anderes.“

Besonders umstritten war von Anfang an die Wiese am KIT (Museum Kunst im Tunnel) als Standort für einen Stadtstrand. Entsprechend defensiv will der Betreiber hier agieren: Böttger: „Wir ändern an der Szenerie fast nichts und bieten nur an, was die Menschen haben wollen, nicht etwa das, was Gastronomen Spaß macht.“

Konkret wird es nördlich der Kniebrücke einen Bewirtungsmix aus Büdchen und Restaurant mit Bedienung geben und natürlich Liegestühle. Am Kiosk sollen Getränke und Snacks preiswert sein, im Restaurant lägen die Preise auf dem normalen Düsseldorfer Standard, sagt Böttger.

Das Versprechen „Kein Verzehrzwang“ werde jedoch an keinem der Stadtstrände gebrochen, abgesehen davon, dass man sich nicht im bewirteten Bereich am KIT an einen Tisch setzen und seine mitgebrachte Bierflasche trinken oder die Stulle essen kann.

In den nächsten Tagen und Wochen werden weitere Weichen gestellt, sagt Andreas Knapp: „Wir sind im Gespräch mit spannenden Künstlern und Food-Truck-Betreibern.“ Dann muss nur noch das Wetter wieder besser werden.

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