Stadtspitze und IHK setzen auf Döppersberg

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Ob die Stadtwerke demnächst in die ehemalige Bahndirektion ziehen werden, ist noch offen. Foto: Andreas Fischer

WSW prüfen in Wuppertal Alternativen für Neubau der Zentrale. Aufsichtsratschef der Stadtwerke: Bahndirektion hat keine Priorität.

Von Katharina Rüth

Wuppertal. Auch wenn die Stadtwerke nun ergebnisoffen Alternativen zu einem Neubau ihrer Verwaltungszentrale prüfen wollen, halten Stadtspitze sowie Industrie- und Handelskammer (IHK) daran fest, dass die Nutzung der ehemaligen Bahndirektion am Döppersberg eine gute Option wäre.

Die Idee, dass statt eines FOC die WSW in die ehemalige Bahndirektion am Döppersberg ziehen könnten, hatten vor zwei Wochen Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD), Stadtdirektor Johannes Slawig (CDU) und IHK-Präsident Thomas Meyer vorgestellt.

Stadtwerke-Aufsichtsratschef Dietmar Bell hatte sich überrascht gezeigt über die öffentliche Diskussion. Nun hat der WSW-Aufsichtsrat getagt und in einer Mitteilung erklärt, dass er die Aufhebung des Vergabeverfahrens für den geplanten Neubau an der Bromberger Straße beschlossen hat. Es habe nur ein Anbieter ein Angebot abgegeben.

Nun wollen die Stadtwerke drei Alternativen prüfen: die Anmietung von Büroflächen für 450 Verwaltungsbeschäftigte, die Errichtung eines architektonisch ansprechenden Funktionalbaus an der Bromberger Straße oder der Bau eines kleineren Gebäudes und die gleichzeitige Schaffung zusätzlichen Büroraums auf dem WSW-Betriebsgelände.

„Wir haben die Geschäftsführung beauftragt, die drei Alternativen ergebnisoffen zu prüfen“, so Aufsichtsratschef Dietmar Bell. Im weiteren Verlauf solle dann über das weitere Vorgehen entschieden werden. Die WSW müssen ihre Verwaltungsgebäude an der Bromberger Straße wegen PCB-Belastung abreißen. Martin Bickenbach, Geschäftsführer der WSW-Holding: „Es ist wichtig, dass wir nun Klarheit über das weitere Vorgehen haben. Wir sind gegenüber unseren Mitarbeitern in der Pflicht, gesunde Arbeitsplätze anzubieten.“

Entscheidung ist für September vorgesehen

Zu der Option, in die ehemalige Bahndirektion zu ziehen, erklärt Bell: „Auch das ist eine Möglichkeit, die geprüft wird. Priorität genießt dieses Szenario aber nicht.“

OB Mucke erklärt, das Vorgehen der Stadtwerke sei richtig: „Die WSW müssen das unter vergaberechtlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten prüfen.“ Auch die Mitarbeiter müssten mitgenommen werden. „Die Entscheidung liegt bei den WSW.“ Dennoch hielten Slawig und er an ihrem Vorschlag fest, sie hätten darauf auch viele positive Reaktionen erhalten: „Das wäre eine Riesenchance für den Döppersberg.“

Johannes Slawig, der selbst im WSW-Aufsichtsrat sitzt, bekräftigt die Entscheidung des Gremiums: „Der Neubau wurde aufgegeben, das war wirtschaftlich nicht mehr darzustellen.“ Er finde auch den Beschluss des Aufsichtsrats richtig: „Die Alternativen müssen ergebnisoffen geprüft werden, das ist der richtige erste Schritt.“ Den Umzug zum Döppersberg halte er unter stadtentwicklungspolitischen Aspekten weiterhin für sehr gut. „Damit haben wir einen politischen Vorschlag gemacht. Jetzt folgt das formale Verfahren.“ Es gebe einen Fahrplan. „Es ist angestrebt, dass wir in der nächsten Sitzung des Aufsichtsrats im September entscheiden. Das ist wünschenswert, damit wir möglichst bald Planungssicherheit haben.“

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