32 Stadtführungen auf Friedrich Engels Spuren

Das Team der Stadtführungen im Engelsjahr 2020. Foto: Historisches Zentrum
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Das Team der Stadtführungen im Engelsjahr 2020. Foto: Historisches Zentrum

Speziell ausgebildete Führer zeigen den Theoretiker aus verschiedenen Perspektiven. Auftakt ist am Sonntag.

Wuppertal. Auf den Spuren von Friedrich Engels und der Fabrikantenfamilie Engels können die Teilnehmer von drei Stadtführungen des Historischen Zentrums wandeln. Im ersten Halbjahr des Engelsjahres 2020 werden insgesamt 32 Stadtführungen angeboten, die von zehn extra dafür ausgebildeten Stadtführern fachkundig begleitet werden. Neben den Einzel-Angeboten gibt es dabei drei Schwerpunkt-Touren, für die es zahlreiche Termine gibt. Die Teilnahme kostet jeweils 8 Euro.

Herkunft und Familie von Friedrich Engels: Im Barmer Bruch verbrachte Friedrich Engels seine Jugend, wurde im frommen Geist der Vorfahren erzogen und sammelte soziale Erfahrungen, die ihm als Autor von Sozialreportagen sowie als Philosoph und Politiker von Nutzen waren und die er in sein „Compagniegeschäft“ mit seinem Freund Karl Marx einbrachte. In seinem Elternhaus verfasste er sein Werk über „Die Lage der arbeitenden Klasse in England“, das ihn bekannt machte. Mit seinen Verwandten im Bruch blieb Engels zeitlebens in Kontakt. Später entstanden im Engelsgarten drei Denkmäler (1958, 1981 und 2014) für den „großen Sohn der Stadt“ und „Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus“. Sie sind zugleich Zeugnisse einer umstrittenen Erinnerungskultur.

Termine: Weitere Führungen sind bis zum 27. Juni jeweils samstags um 14 Uhr geplant. Die Stadtführungen dauern 90 Minuten, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Revolutionär in Elberfeld: Spuren hat der revolutionäre Friedrich Engels auch in Elberfeld hinterlassen. Er besuchte dort das Gymnasium und war Mitglied des von seinen Freunden gegründeten „Elberfelder Literaturkränzchens“. 1845 kam der spätere Sozialreformer Adolf Kolping als junger Kaplan nach Elberfeld, wo er in seinem katholischen Gesellenverein eine Antwort auf die Soziale Frage sah. Im Frühjahr 1845 organisierte Engels die ersten „kommunistischen Versammlungen“ in Deutschland und bereitete die Herausgabe des „Gesellschaftsspiegels“, einer frühsozialistischen Zeitschrift, vor. Später, während der Revolution von 1848/1849, als die Elberfelder Landwehrsoldaten zum Aufstand riefen, kam er zurück ins Wuppertal und stellte sich der Bewegung als Offizier und „Barrikadeninspektor“ zur Verfügung. Sein Freund Karl Marx logierte kurz nach der Amnestie für eine Nacht in Elberfeld, – inkognito, weil er der preußischen Polizei nicht traute. Treffpunkt ist der Laurentiusplatz.

Termine: 1. März, 5./19. April, 3./17. Mai, 7./21. Juni; jeweils um 14 Uhr. Dauer: 90 Minuten, Anmeldung nicht erforderlich.

Friedrich Engels und das frühindustrielle Wuppertal: Treffpunkt für die dritte Schwerpunkt-Tour ist die Schwebebahnstation Völklinger Brücke.

Termine: 15. März, 12./26. April; 10./31. Mai; 14./28. Juni. Beginn jeweils 14 Uhr. Dauer: 90 Minuten, Anmeldung nicht erforderlich. red

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