Anlaufstelle für Drogenkonsumenten

Stadt setzt auf Eröffnung des Café Cosa im Herbst

Der Pavillon für das Café Cosa im Wupperpark Ost ist bereits gut zu erkennen. Archivfoto: Stefan Fries
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Der Pavillon für das Café Cosa im Wupperpark Ost ist bereits gut zu erkennen. Archivfoto: Stefan Fries

Wuppertal. Wuppertaler Drogenszene hat seit 2018 keinen Anlaufpunkt mehr – positive Bilanz der Straßensozialarbeiter.

Von Katharina Rüth

Die Drogenkonsumenten werden ab Herbst wieder eine Anlaufstelle in direkter Nähe des Hauptbahnhofs haben – im neuen Café Cosa im Wupperpark Ost. Das erwartet die Stadtverwaltung, wie einer Vorlage für das informelle Treffen des Sozialausschusses zu entnehmen ist.

Anlass für den Bericht ist eine Anfrage der Grünen zum Thema. „Nach jetzigen Kenntnisstand der Verwaltung kann der Zeitplan eingehalten werden und das Café Cosa wird zum avisierten Zeitpunkt im Herbst 2021 in den neuen Räumlichkeiten wiedereröffnen“, heißt es in der Vorlage. Es gebe einen engen Austausch zwischen Bauherr, Verwaltung, Jobcenter und Freundes- und Förderkreis Suchtkrankenhilfe, dem Träger des Café Cosa. Das Café Cosa, ein Aufenthalts- und Beratungsangebot für Suchtkranke, zog 2017 aus dem Köbo-Haus aus, weil dort die Renovierungen beginnen sollten. Als Übergangslösung nutzte die Einrichtung Räume am Kirchplatz, doch diese waren nur für ein Jahr gemietet. Denn das neue Café Cosa sollte ursprünglich Ende 2018 eröffnen.

Seither haben die Angehörigen der Drogenszene keinen Anlaufpunkt in der City. Mindestens bis zur Eröffnung des Café Cosa werden sich weiter Streetworker um diese Drogenabhängigen kümmern. Ihnen gelinge es, Beziehungen zu den Drogenabhängigen aufzubauen. Diese sind nun dazu bereit, Unterstützung anzunehmen sowie Plätze ordentlich zu hinterlassen oder ganz zu räumen.

Während des vergangenen Winters wurden wesentlich weniger Personen angetroffen als im Vorjahr. Dazu trage auch die stärkere Polizeipräsenz zur Kontrolle der Maskenpflicht bei. Die Straßensozialarbeiter stellen fest, dass sich Anwohner, Geschäftsleute und Besucher der Innenstadt und vor allem des Döppersbergs durch ihre Anwesenheit sicherer fühlen und sie bei Bedarf ansprechen.

Die Verwaltung hält es für „sehr sinnvoll“, die Straßensozialarbeit noch für mindestens ein Jahr zu verlängern. Man müsse die Situation in der Innenstadt auch nach der Eröffnung von Café Cosa intensiv beobachten.

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