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Spiel, Spaß und Irrwege am Niederrhein

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Der zentrale Platz der Altstadt Kempens ist der Buttermarkt. Dort lässt es sich gut einkehren. 

WACHTENDONK/KEMPEN Einen schönen Tag kann man auf dem Holleshof in Wachtendonk verbringen. Danach lohnt ein Ausflug in die Altstadt Kempens.

Von Tobias Klingen

Trampolin, Insektenhotel, Schienen-Bahn, Bobby-Car-Rutsche, Wassermatsch-Anlage, Spielschiff mit Wasserkissen, Strohburg, Wackelbrücke, Riesenhüpfburg, Streichel-Gehege mit Ziegen und Co. – die Liste mit Attraktionen für Kinder ließe sich noch weiter fortsetzen. Zu finden sind diese in einem Ort, in dem der Niederrhein gar nicht niederrheinischer sein könnte: in Wachtendonk (Kreis Kleve).

Dort gibt es den Holleshof der Familie Waerdt, die einen Abenteuerspielplatz betreibt, der in der Region mit Kleinstädten wie Geldern oder Kempen ein Anziehungspunkt für Familien ist. Der Hof ist das ideale Ausflugsziel für einen halben oder ganzen Sommertag. Und das Beste: Das Preisleistungsverhältnis stimmt – Gäste zwischen 1 und 99 Jahren zahlen vier Euro Eintritt.

Ausgangspunkt für die inzwischen gewachsene Freizeitanlage war vor etwa 20 Jahren ein sogenanntes Maislabyrinth. Auf 60 000 Quadratmetern haben die Betreiber einen Irrgarten im Mais mit zahlreichen Weggabelungen und Sackgassen angelegt. Inmitten dieses Natur-Labyrinths steht als eine Art Belohnung eine große Rutsche.

Esel, Ziegen und Co. dürfen gestreichelt werden

Zusätzlichen Anreiz, es wieder heraus aus dem Irrgarten zu schaffen, ist ein Mais-Quiz: Abwechslungsreiche Fragen und Aufgaben zum Thema Natur und Landwirtschaft sind im Maisfeld versteckt. In der Regel ist das Labyrinth ab Mitte Juli geöffnet, wenn die Maispflanzen eine entsprechende Höhe erreicht haben. Noch ein wichtiger Hinweis des Betreibers: Kinder unter zwölf Jahren dürfen nur in Begleitung eines Erwachsenen ins Labyrinth.

Eingebettet in die Maisfelder ist ein Abenteuerspielplatz mit den schon erwähnten Spiel- und Spaßmöglichkeiten. Dieser ist in der Regel schon ab Anfang Mai und bis Ende Oktober geöffnet. Größter Vorteil der Anlage ist, dass sie trotz der zahlreichen Spielmöglichkeiten übersichtlich ist. Kinder im Kindergartenalter können sich also auch mal ein paar Meter von den Eltern entfernt austoben, ohne dass Mama oder Papa ständig nachschauen müssen.

Die Lage des Holleshofes macht es möglich, dass es auf dem Areal auch eine Bootsanlege-Station gibt. Der Hof liegt direkt am Fluss Niers. Dieser Zufluss der Maas hat seinen Ursprung im Kreis Heinsberg, um dann durch Mönchengladbach und mehrere Städte in den Kreisen Viersen und Kleve zu fließen. Das Städtchen Wachtendonk hat gleich mehrere Anlegestationen. Übrigens fließt die Niers auch durch den historischen Ortskern Wachtendonks. Und eben auch entlang des Holleshofes.

Eingebettet in die Maisfelder ist ein Abenteuerspielplatz mit vielen Spiel- und Spaßmöglichkeiten. 

Daher bietet Familie Waerdt auch einen Bootsverleih. Einen An- und Abtransport zu anderen Anlegestellen in der Nähe gibt es ebenso. An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass es in Grefrath den idealen Einsteigepunkt für eine Niers-Paddeltour gibt. Unweit des Punktes „Langendonker Mühle“ kann man nämlich bequem das Auto auf dem Parkplatz des Grefrather Eissportzentrums abstellen.

Zurück auf den Holleshof: Dort gibt’s noch eine Menge mehr zu erleben. Neben dem Spielplatz befindet sich zum Beispiel noch ein Tier-Gehege mit Eseln und Ziegen. Das Gehege darf betreten werden. Die Tiere dürfen gestreichelt und mit vor Ort käuflichem Futter belohnt werden. Apropos Futter: Essen und Trinken darf man sich mit aufs Gelände nehmen. Zahlreiche Tische und Bänke stehen für Pausen bereit. Kleine Snacks sowie Getränke und Eis gibt es im Kiosk (nur am Wochenende). Für Gäste, die mit dem Paddelboot unterwegs waren, gibt es auch die Möglichkeit zu Grillen – nach vorheriger Anmeldung.

Bleiben wir noch einen Moment beim Thema Essen. Wer nach einem aufregenden Tag auf dem Abenteuerspielplatz lieber gemütlich ins Restaurant gehen möchte, für den lohnt sich eine Fahrt in die Nachbarstadt Kempen – mit dem Auto klappt das in knapp zehn Minuten.

Dort kann man den Familienausflug unter anderem mit dem klassischen Snack im Fast-Food-Restaurant mit dem goldenen „M“ abrunden (Otto-Schott-Straße 15). Wesentlich entspannter ist aber eine Essens-Pause in der historischen Altstadt.

STADT UND GEMEINDE

KEMPEN Die Stadt Kempen (34 597 Einwohner) ist eine mittlere kreisangehörige Stadt des Kreises Viersen im Regierungsbezirk Düsseldorf.

kempen.de

WACHTENDONK Die Gemeinde Wachtendonk liegt am unteren Niederrhein nahe der niederländischen Grenze bei Venlo. Die Gemeinde hat knapp 8200 Einwohner.

wachtendonk.de

Zentraler Platz der Altstadt ist der Buttermarkt, an dem es unter anderem das italienische Restaurant „La Piazza“ gibt. Dort wird die ganze Familie fündig. Für ein Essen von Currywurst bis Döner-Teller bietet sich der Markt-Grill, ebenfalls am Buttermarkt, an. Und zum Nachtisch lohnt sich noch ein Abstecher ins benachbarte Eiscafé Brustolon.

Leckeres Eis gibt es auch in der Kempener Eis-Manufaktur, Studentenacker 8, und im Sylter Eiscafé, Burgstraße 13-15 (Klosterhof). Kulinarisch weiter geht es durch die Altstadt auf die Peterstraße. An dieser gibt’s unter anderem das Lokal „Venga“, das sich selbst als Café-Lounge, Restaurant und Cocktailbar bezeichnet. Mit Kindern lohnt sich auch der Besuch der Gaststätte „Comix“, ebenfalls an der Peterstraße. Dort gibt es einige Spezialitäten auf amerikanische Art – Burger, Fritten und Co. also.

Wenn noch Zeit bleibt, lädt der Kern des 725 Jahre alten Kempens auch noch zum Bummeln oder Shoppen ein. Zahlreiche Denkmäler – unter anderem eine Burg – prägen das Stadtbild. Und obendrein verfügt Kempen im Zeitalter von Amazon und Co. noch über viele inhabergeführte Geschäfte.

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