Architekturfestival     

Solar Decathlon Europe 21/22 ist für Besucher geöffnet

Louise Holloway von der Energy Endeavour Foundation bedankte sich bei den Teilnehmern.
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Louise Holloway von der Energy Endeavour Foundation bedankte sich bei den Teilnehmern.

Wuppertal. Am Freitag, 10. Juni, ist der Solar Decathlon Europe offiziell eröffnet worden. Die Studierenden, Juroren und Besucher können sich nun auf ein Festival voller Spannung, Innovationen und Spaß freuen.

Von Johanna Christoph und Marvin Rosenhoff

Bei der Eröffnungszeremonie in der Eventhalle waren zahlreiche Gäste von nah und fern dabei. Besonderes Highlight war, als alle Teams, gut erkennbar an den unterschiedlich farbigen Shirts, auf die Bühne kamen und diese prompt mit Energie und Vorfreude füllten. „Ich hab nicht damit gerechnet, dass es so emotional wird“, sagt Regina Gebauer, Projektleiterin des Teams „RoofKIT“ aus Karlsruhe. „Ein paar Gänsehautmomente waren schon dabei“.

Der Gründer des ersten Solar Decathlon, Richard King, ist auch bei der Zeremonie dabei gewesen. Er und seine Frau Melissa sind extra aus den USA angereist. Die beiden fungieren auch als Juroren und sind von den Projekten der Studierenden begeistert. „Ich habe über die Jahre bei vielen der Wettkämpfe mitbewertet und dieser wird einer der schwierigsten sein“, sagt Richard King. Der Solar Decathlon sei eine fortwährende Zelebrierung der Synergie, die durch die gemeinsame Erfüllung der Aufgaben, durch das Zusammenwirken der vielen Teilnehmer und Studierenden entstehe. „Diese jungen Menschen sind diejenigen, die uns in die Zukunft bringen werden“, sagt Melissa King. „Sie sind die Visionäre.“ Als der erste Solar Decathlon im Jahr 2002 stattfand, war es Richard King zunächst ein Bedürfnis, zu zeigen, dass emissionsfreie Häuser tatsächlich funktionieren.

Mittlerweile haben sich die Sachverhalte verändert, Solarhäuser sind machbar, doch nun sind die Studierenden mit anderen Themen konfrontiert. „Das Klima ist ein wirkliches Kernthema, auch das bezahlbare Wohnen“, sagt King. Fragestellungen, auf die junge, kluge Studierenden Antworten finden.

Trotz der ausgelassenen Stimmung auf dem Gelände, wurde es am Abend für die Teams noch mal ernst. In der Eventhalle stand die erste Wertungsrunde in der Kategorie „Kommunikation“ auf dem Programm. In nur drei Minuten mussten die Teilnehmer von der Bühne aus ihre Wohnideen dem Publikum und der Jury präsentieren. Dabei zeigten sich die Studierenden überaus kreativ. Von der klassischen Präsentation über gespielte Dialoge bis hin zu kleinen Sketchen samt Kostüm und Requisite war alles dabei. Das machte Eindruck. „Es war fantastisch und super vielfältig“, sagt Jurymitglied Jakob Schoof. Schoof ist Architekt und stellvertretender Chefredakteur des Architekturmagazins Detail. „Ich habe heute vor allem darauf geachtet, ob mich etwas überrascht und ob etwas dabei ist, was im Gedächtnis bleibt“, sagt er.

Auch Jurorin Karin Stieldorf zeigte sich von den Vorstellungen der Studierenden beeindruckt. „Da waren viele gute, sinnvolle und auch lustvolle Präsentationen dabei“, findet die Wiener Professorin und Expertin für nachhaltiges Bauen. „Und man muss auch sagen, dass ich einen deutlichen qualitativen Unterschied zu den vergangenen Wettbewerben festgestellt habe.“ Für die Bewertung sei ihr wichtig gewesen, ob die Kernbotschaften der Projekte gut rüberkommen und ob es den Teams gelungen ist, eine Vision zu vermitteln, sagt sie. Am Ende der Veranstaltung dankte Louise Holloway von der Energy Endeavour Foundation den Teilnehmern für ihr Engagement.

Der Preis in der Kategorie „Kommunikation“ wird bereits am Sonntag vergeben. Noch ist aber nichts entschieden. Bei Führungen durch ihre Häuser haben alle Teams die Chance, noch einmal Punkte zu machen und die Jury weiter von ihren nachhaltigen Wohnlösungen zu überzeugen.

Anreise

Der Veranstaltungsort des Solar Decathlon, der Solar Campus, liegt zwischen Nordbahntrasse, Juliusstraße und Hamburger Straße. Der Haupteingang ist an der Nordbahntrasse, direkt nördlich des Mirker Bahnhofs. Ein weiterer Zugang von der Nordbahntrasse liegt am östlichen Ende auf Höhe des Uellendahler Viadukts. Es wird empfohlen, zu Fuß, mit dem Rad oder mit ÖPNV anzureisen.

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