Diskussion

Wie sieht Mobilität in der Zukunft aus?

Der Verkehrsraum muss umgestaltet werden. Symbolfoto: ric
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Der Verkehrsraum muss umgestaltet werden. 

Mehr Platz für Fußgänger gefordert.

Von Eike Rüdebusch

Wuppertal. Wie verteilen wir den Verkehrsraum? Darum ging es im Transformationstandem. Zum ersten Mal fand die Veranstaltung zur „zukunftsfähigen Mobilität in Wuppertal“ online statt. Zeitweise waren mehr als 60 Teilnehmer online, um die Vorträge der Experten aus Wissenschaft und Praxis zu hören und parallel im Chat zu diskutieren.

Professor Felix Huber (Umweltverträgliche Infrastrukturplanung) von der Uni und Hannelore Reichl, Leiterin des Ressorts Straßen und Verkehr bei der Stadt, waren dabei. Inhaltlich war es spannend. Huber referierte zur postfossilen Mobilität, also der Fortbewegung ohne fossile Brennstoffe, ohne Überschuss an CO2. Er beschrieb den Weg von der Mobilität vor dem Auto zur heutigen Fortbewegungskultur und deren Folgen. Dabei zeigte er interessante Details und Entwicklungen. So war 1905 die Straße noch für Autos, Reiter, Kutschen offen – aber Radwege und Fußwege jeweils nur für genau die benannten Nutzer reserviert. Das änderte sich in den 1930er, als die Straßen den Autos übergeben wurden. „Die Straße hat man leichtfertig dem Individualverkehr geopfert.“ Denn der Verkehrsraum könne mehr sein.

Huber sprach über die Umverteilung des Platzes – früher habe man eine Straße gebaut und geguckt, was am Rand überbleibe. Heute müsste man vom Rand, von den Radfahrern und Fußgängern, planen, um dann zu sehen, was dem Auto bleibt. Jedenfalls theoretisch.

Reichl stimmte Huber weitgehend zu – verwies aber mehrfach darauf, dass die Verwaltung nur Vorschläge machen könne, aber an die Entscheidungen der Politik gebunden sei.

Stadt denkt darüber nach, wie sich Parkprobleme lösen lassen

Sie referierte über die Entwicklung der Stadt und des Verkehrsraums. Und darüber, dass wir heute mit dem vorhandenen Platz umgehen müssen. Es gehe um Straßen und Radwege, aber auch um Parkflächen, die vielfach im öffentlichen Raum gefunden würden. Aber: „Parken im Verkehrsraum heißt nichts anderes, als den Verkehrsraum als Abstellraum zu nutzen.“

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