Neues Betriebssystem 

Die Schwebebahn fährt jetzt digital – aber noch mit Tempo 40

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WUPPERTAL Am Wochenende mussten die Wuppertaler noch einmal auf die Schwebebahn verzichten. Die Umstellung gelang ohne Probleme.

Seit gestern fährt sie wieder und endlich auch mit der neuesten Technik: Um 5.12 Uhr startet die erste Schwebebahn. Sie und alle anderen schweben dann mit dem neuen digitalen Betriebssystem durchs Tal. Das wurde am Wochenende installiert. Ohne Probleme sei das verlaufen, versichert Stadtwerke-Sprecher Holger Stephan. Das sei aber nicht anders zu erwarten gewesen, erklärt er. Denn während der neunmonatigen Betriebspause nach dem Absturz der Fahrschiene seien die Bahnen bei Testfahrten mit dem neuen Betriebssystem unterwegs gewesen.

Nach dem Neustart am 1. August fuhren die Bahnen zunächst mit dem alten System, denn das neue war noch nicht von der Technischen Aufsichtsbehörde der Bezirksregierung Düsseldorf zugelassen worden. Das ist inzwischen passiert. Auf 26 Bahnen wurde das neue System aufgespielt, jede hat am Wochenende eine Fahrt von Vohwinkel bis Oberbarmen und zurück absolviert. Drei weitere werden bald umgerüstet. Die Fahrgäste werden die Veränderung nicht bemerken. Nur wer sich auskennt, wird feststellen, dass Signale nicht mehr draußen an der Strecke zu sehen sind, sondern auf den Touchscreen in der Fahrerkabine gespielt werden.

Das neue Betriebssystem ist auch Voraussetzung dafür, dass die Bahnen im schnelleren Takt und mit bis zu 60 Stundenkilometern durchs Tal düsen. Doch bis es so weit ist, dauert es noch. Nachdem eine Bahn im Mai 2017 in schneller Fahrt das Gerüst berührt hat, müssen die Bahnen bis zum Abschluss weiterer Prüfungen weiter mit Tempo 40 unterwegs sein. Das neue System kostet nach Angaben der Stadtwerke rund 20 Millionen Euro. rue/red

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