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Ein schöner Tag im Wuppertaler Nordpark

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Ein Spaziergang auf dem „Skywalk“ verändert die Perspektive auf Wuppertal. Der Blick kann bis Schwelm schweifen. 

WUPPERTAL Dank zahlreicher Umbauten ist Barmen heute wieder ein lohnendes Ausflugsziel.

Von Katharina Rüth

Bei vielen mag in Vergessenheit geraten sein, was für ein attraktiver Park der Nordpark ist. Nach einigen Umbau- und Erneuerungsmaßnahmen wird deutlich: Er bietet weite Ausblicke und idyllische Waldlandschaften, ein Tiergehege, einen Geopfad und viele Spielmöglichkeiten für Kinder. Für Familien ein lohnendes Ausflugsziel.

Wer den Park über die „Ankunftsfläche“ betritt, wird empfangen mit einem Ausblick, einem Spielplatz, einer rosenumrankten Pergola, der künftigen Gastronomie des Parks und einem Wasserspiel. Der aufrecht stehende, vieleckige Kreis, der sich mit einem Wasserstrahl vervollständigt, ist nicht nur ein Kunstwerk, sondern an Sommertagen eine Einladung, die Füße zu kühlen oder zu planschen. Anschließend hat man die Wahl: Nach rechts führt der Weg ins Grüne, nach links auf ein Plateau, auf dem sich Erwachsene und Kinder austoben können. Auf dem dortigen Spielplatz finden die Kleinsten Sand und Klettergerüste. Auf dem „Mehrgenerationen-Fitnessparcours“ laden moderne Trimmgeräte dazu ein, ihre Körperkräfte zu testen. Auf einem Kunstrasenplatz kann gebolzt werden und auf einer großen Freifläche, einer ehemaligen Rollschuhbahn, ist Platz zum Skaten, Rad, Roller oder Bobbycar fahren.

Die Spiel- und Freizeitfläche ist auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen gut zu erreichen. Am Rande des Plateaus führt ein Weg entlang, der grandiose Aussichten über die Stadt bietet. Liegen laden dazu ein, das Panorama zu genießen. Und wer bis zur Spitze des Plateaus läuft, kommt über eine schöne Lichtung zum „Skywalk“. Der Steg ragt über den Hang hinaus, wenige Meter sind es nur, aber sie verändern die Perspektive. Der Blick kann weit über das Häusermeer der Stadt und die grünen Hügel schweifen, bis in die Nachbarstadt Schwelm.

ANREISE, UMBAUTEN UND FEST

ANREISE Ab Bahnhof Wuppertal Oberbarmen mit dem Bus 654 bis „Eynerngraben“ oder mit dem Bus 622 bis „Bürgerallee“.

UMBAUTEN Stadt Wuppertal und der Nordstädter Bürgerverein haben zusammengewirkt, um dem Park zu neuer Attraktivität zu verhelfen. Sichtachsen und Ausblicke wurden freigelegt, neue Wege angelegt und Plätze gestaltet. Weil der Bürgerverein den Eigenanteil von 65 000 Euro zusammenbekam, konnte die Stadt Fördergeld für die Umbauten nutzen. Seit dem Jahr 2012 wurden 1,8 Millionen Euro investiert.

FEST Den Abschluss der Umbauten feiern Stadt und Bürgerverein mit einem Fest am 13./14 September.

wuppertals-gruene-anlagen.de

Direkt am Ankunftsplatz liegen die Turmterrassen, ein ehemaliger Milchwirtschaftshof und das Sommerhaus des Barmer Unternehmers Hugo Greef, der schließlich vollständig auf den Hügel zog und sein Heim stolz „Bellevue“ nannte. Sein Verkauf von Haus und Grundstück 1896 ermöglichte die Anlage des Parks. Seither gab es in dem Haus Gastronomie für die Parkbesucher – ein beliebter Treffpunkt. Derzeit wird das Haus runderneuert. Ab September sollen zunächst der Kiosk und ein städtischer Biergarten nebenan öffnen, in dem Besucher Mitgebrachtes zu sich nehmen dürfen. Auf der Rückseite des Hofs liegt das Wildgehege. Zehn Damhirsche leben auf den abschüssigen, nur teilweise baumbestandenen Wiesen, an deren Fuß ein Bach verläuft. Wer sie vom Zaun aus zu sich heranlocken möchte, kann für 50 Cent an einem Automaten Futterportionen ziehen.

Der weitere Spazierweg führt in den Wald. In westlicher Richtung gelangt man auf einen großen Platz mit Schutzhütte und einem Denkmal für den Arbeiterlieder-Komponisten Gustav-Adolf Uthmann, noch ein Stück weiter auf den sogenannten Kakaoplatz (benannt nach dem Schwarzhandel, der hier nach dem Krieg stattfand), der durch eine Reihe mächtiger Natursteinblöcke eine besondere Atmosphäre bekommen hat. Auch hier wurden Sichtfenster ins Tal freigelegt.

In einem der Häuser wuchs der spätere Bundespräsident Johannes Rau auf

Wer sich am unteren Rand des Parks bewegt, kann dem Geologiepfad folgen, den Schüler und Lehrer des benachbarten Gymnasiums Sedanstraße anlegten. Auf Tafeln wird erklärt, aus welchen Gesteinsschichten der Untergrund besteht und wo diese an der Oberfläche sichtbar sind.

Am Südrand des Parks befinden sich zum Teil denkmalgeschützte Siedlungen – von gartenstadtähnlich bis zu villenartigen Häusern für das gehobene Bürgertum. In einer davon, an der Riescheider Straße 14, befindet sich das Haus, in dem der spätere Bundespräsident Johannes Rau aufwuchs.

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