Hohenhagen

Schneetourismus in Remscheid geht weiter

Polizei und Ordnungsamt kontrollierten und riegelten den Hohenhagen in Remscheid ab. Foto: Roland Keusch
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Polizei und Ordnungsamt kontrollierten und riegelten den Hohenhagen in Remscheid ab.

Hohenhagen musste mittags wieder abgeriegelt werden.

Von Andreas Weber

Remscheid. Alle Appelle, alle Warnungen fruchteten nur begrenzt. Am Wochenende füllte sich der Remscheider Hohenhagen. Nicht so viele wie am vergangenen Wochenende, aber immer noch zu viele Rodler waren angereist, um den Neuschnee für eine Schlittenpartie zu nutzen. Später als angekündigt wurden Sonntag an den Einfallstraßen zu Remscheids höchstem Punkt Straßensperren errichtet.

Die Bilder, die Stadtsprecherin Viola Juric noch am frühen Samstagmorgen ins Internet gestellt hatte, sollten abschrecken: Die Aufnahmen zeigten grüne Wiesen an Remscheids einzigen Wintersportareal. „Es gibt keinen Schnee, er ist blank. Also bleiben Sie bitte zu Hause.“ Die Botschaft hatte sich 28 Stunden später überholt.

Aus zweierlei Gründen. Denn der Neuschnee, der über Nacht konstant niedergegangen war und tagsüber immer wieder auftrat, schuf tatsächlich einigermaßen vernünftige winterliche Bedingungen. Diese lockten nicht nur Remscheider, sondern erneut Touristen. Der Aldi-Parkplatz am Hohenhagen füllte sich mittags mit Auswärtigen, Schwerpunkt: rheinischer Raum. Im Vorfeld hatten Stadt und Polizei angekündigt, schon ab 9 Uhr die vier Hauptzufahrten von der B 229 Uhr abzuriegeln. Das blieb jedoch zunächst aus.

Die Polizei patrouillierte zwar, wartete aber mit dem Aufstellen von Baken, bis sich der Autoverkehr mittags signifikant erhöhte. Sperren gab es dann zunächst an der Hohenhagener und Fichtenstraße, gegen 13.45 Uhr folgte die Metzer Straße.

Um 14.39 Uhr stellte Stadtsprecherin Juric fest: „Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst riegeln zur Zeit mit Straßensperren den Hohenhagen ab. Trotz mehrfacher Warnhinweise sind heute wieder zahlreiche Auswärtige Richtung Rodelhang unterwegs. Die Parkplätze sind bereits überfüllt. Das Wohngebiet wird großräumig für den Schneetourismus gesperrt.“ Auch wolle man „rücksichtslosem Verkehrschaos“ in dem Wohngebiet begegnen. Dies taten die Ordnungshüter, in dem sie Falschparker mit Knöllchen bestraften.

Ähnliches berichteten die Ordnungshüter auch aus den oberbergischen Schneelagen. In Reichshof musste das dortige Skigebiet ebenfalls abgesperrt werden – aufgrund der 15-Kilometer-Regelung für den Oberbergischen Kreis dürfen dort derzeit eh keine Auswärtigen rodeln.

Die Meteorologen sagen für die kommenden Tage milderes Wetter vorher, sodass sich zumindest das Thema Rodeln von allein erledigt haben dürfte.

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