Sattelfest in die Zukunft

Pferdewirtin aus Leidenschaft: Nina Beljan. Foto: privat

WITZHELDEN Nina Beljan (22) ist Nordrhein-Westfalens beste Pferdewirtin.

Unser Gespräch via Mobiltelefon wird von Hufgeklapper unterbrochen. „Ich bin eben durch und durch ein Pferdemensch“, meint Nina Beljan lachend. Gepaart ist das mit einer gehörigen Portion Pferdeverstand. Die 22-Jährige erhielt die Georg-Graf-von-Lehndorff-Plakette - sie wird seit zwölf Jahren für besonders gute Leistungen an Pferdewirte verliehen - und wurde jetzt als Jahrgangsbeste ihrer Zunft von der Landwirtschaftskammer ausgezeichnet. Mit einer Traumnote von 1,8 hat sie allein 59 Absolventen hinter sich gelassen, die ihre Prüfung mit einem Notendurchschnitt besser als 2,0 abgeschlossen haben. „Damit hätte ich nie gerechnet.“ Ganz im Gegenteil - die Witzheldenerin hatte eher das Gefühl, man hätte alles noch besser machen können. Geprüft wurde unter anderem ihr Können bei der Beurteilung von Pferden. „Sind die Nüstern groß genug, damit die Tiere bei Anstrengung genügend Luft bekommen?“ Hält ihr Knochenbau der sportlichen Belastung stand?“

Blaue Flecken sind bei ihrem Beruf keine Seltenheit

Zielstrebig, zupackend und mit beiden Beinen fest auf dem Boden, so beschreibt Elmar Pollmann-Schwenkhorst die Pferdewirtin. Mit seiner Familie betreibt er in der dritten und vierten Generation das Gut Bärbroich in Bergisch Gladbach. Nina Beljan hatte hier nach einem Praktikumsplatz gefragt und binnen drei Tagen einen Ausbildungsvertrag zur Pferdewirtin (Schwerpunkt: Zucht und Haltung) in der Tasche. Eine Entscheidung, die Pollmann-Schwenkhorst nicht bereut hat, ganz im Gegenteil. Die junge Fachwirtin hat auf seinem Gut inzwischen die zweite Ausbildung mit dem Schwerpunkt Reiten begonnen. Was ungewöhnlich ist, denn eigentlich fehlt es ihr dafür noch an Erfahrung. Aber ihr Chef ist sicher, dass sie auch das meistert. Wenn alles weiter so gut läuft, will die Pferdenärrin, die am Leichlinger Gymnasium ihr Abitur gemacht hat, noch ein Studium für Tiermedizin anschließen.

Der Umgang mit Pferden begeisterte Nina Beljan von Kindesbeinen an. Seit zwölf Jahren ist sie stolze Besitzerin von „Walter“, einem Oldenburger. Und die große Liebe zum Hobby und zum Beruf können ihr auch einige Blessuren nicht nehmen. Blaue Flecken sind keine Seltenheit, aber der schlimmste Unfall bisher war glücklicherweise ein gebrochener Mittelfinger. „Das passiert eben“, stellt sie gelassen fest. KS

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