Wuppertal

Ruine aus dem Mittelalter verzögert Bau von Stadtteilzentrum

Bevor Absperrung und Bauzaun kommen, gilt es zunächst Denkmal-Belange zu klären.
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Bevor Absperrung und Bauzaun kommen, gilt es zunächst Denkmal-Belange zu klären.

Sonnborn: Wohnungen, Kitas und mehr sollten entstehen - jetzt liegt alles auf Eis. Es können uralte Dinge im Boden schlummern.

Von Juri Lietz

Wuppertal. So schön könnte es klingen, so gut zur Jahreszeit passen, wenn Frank Römpke spricht: „Still ruht der See.“ Allerdings würde er sich sicher weniger wünschen, dass der Wald dazu glänze, sondern eher die Zukunft des Wohnungsbauprojekts von Kirche und Lebenshilfe im Herzen Sonnborns.

Römpke ist nämlich Vorsitzender des Presbyteriums in der evangelischen Gemeinde Sonnborn, und die stille Ruhe bezieht er auf den Fortschritt des Stadtteilzentrums, in dem die beiden Institutionen hier mit Millionenaufwand Eigentumswohnungen, inklusive Wohnungen, eine Kita und einen zentralen Platz gleich neben der Hauptkirche bauen wollen.

Schon im Frühjahr war der Notartermin, bei dem die Stadt die schon fertigen Verträge unterschrieben hätte, die der Kirche das betreffende Grundstück zugesichert hätten. Drei Tage vorher zog die Stadt zurück – weil Denkmalschutz-Bedenken im Raum standen. Diese sind noch immer nicht ausgeräumt, denn seit April wurde die fällige archäologische Untersuchung nicht durchgeführt. Sie wird wohl auch noch bis mindestens Januar auf sich warten lassen.

Durch Corona habe sich der Start verzögert, lässt die Stadt verlauten. „Weil sie unter dem Parkplatz uralte Dinge vermuten“, erklärt Römpke, „verfolgen wir das Projekt erstmal nicht weiter.“ Auch der Lebenshilfe bleibt aktuell nichts, als die Füße stillzuhalten; „Wir haben beschlossen, das erstmal abzuwarten“, sagt Geschäftsführer Stefan Pauls.

Historischen Quellen zufolge befinden sich auf dem Grundstück Reste einer alten Kirche, dem Kirchhof samt Friedhof sowie der frühere Siedlungskern.

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