Hotelchaos

Richter beenden Hotel-Chaos

DÜSSELDORF Eigentümer-Wechsel: Kurioser Rechtsstreit in Düsseldorf

Im Oktober vergangenen Jahres übernahm ein neuer Betreiber das Frühstückshotel in der Düsseldorfer Innenstadt. Doch rund die Hälfte der 73 Zimmer war belegt. Darin wohnten nicht etwa Gäste, sondern Reinigungs- und Servicekräfte, die sich auch beim Einwohnermeldeamt eintragen ließen. Nicht nur das: Die Mitarbeiter waren auch kurz zuvor noch mit Arbeitsverträgen ausgestattet worden, die sie zum Teil für fünf Jahre unkündbar machten. Das führte zu chaotischen Zuständen.

Jetzt wurde der Fall vor dem Landesarbeitsgericht verhandelt. Offenbar hatte es zwischen dem Eigentümer des Hotels, einer Pensionskasse, und dem vorherigen Betreiber erhebliche Probleme gegeben. Auch nachdem das Mietverhältnis schon beendet war, wurde das Haus zunächst nicht zurückgegeben. Als es dann endlich doch passierte, wurden die Arbeitsverträge von rund 50 Personen präsentiert, die angeblich zum Hotel gehörten. Der neue Hotelbetreiber hatte diese Arbeitsverträge nicht anerkannt. Er hatte die Service- und Reinigungskräfte, die sich in den Zimmern einquartiert hatten, außerdem aus dem Haus gewiesen.

Vier der Angestellten hatten dagegen geklagt. Doch bereits in der ersten Instanz hatten die Arbeitsrichter festgestellt, dass ein Hotel mit 73 Betten keine 30 Reinigungskräfte braucht. Auf Anraten des Gerichtes wurden die Klagen dann zurückgezogen. si

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