Special Olympics World Games

Remscheider Sportler: Auf Inlinern zum Erfolg bei Olympia

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Rollte in Abu Dhabi zum Erfolg: Alessandro Gambuzza (18) sicherte sich auf Inlinern in der Halle drei Olympia-Medaillen.

REMSCHEID Alessandro Gambuzza holte drei Medaillen bei Weltspielen in Abu Dhabi.

Von Andreas Weber

Der Remscheider Alessandro Gambuzza hat bei den Special Olympics World Games in Abu Dhabi zweimal Silber und einmal Bronze auf Inlinern geholt. Bis zum 21. März finden die Weltspiele für Menschen mit geistiger Behinderung in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) statt. Sie gelten als die weltweit größte inklusive Sportveranstaltung. 7 000 Athleten aus 170 Ländern nehmen teil, betreut von 2 500 Trainern.

Alessandro Gambuzza, Schüler der Hilda-Heinemann-Schule, trat als Rollerskater über 100, 300 und 500 Meter im Einzel und der Staffel an. Über 4 x 100 Meter sicherte er sich mit seinen drei Teamkollegen in 1:24,65 Minuten Platz 2. Das zweite Silber kam im Einzel über die 300 Meter in 43,39 Sekunden hinzu, ebenfalls Edelmetall gab es über die 500 Meter, wo er in 1:14,64 Minuten Bronze ergatterte.

In seiner Schule in Hackenberg ist die Freude groß. Der kommissarische Schulleiter Christian Jansen kündigte dem RGA an, dass der erfolgreiche Olympionike nach seiner Rückkehr vom Persischen Golf am kommenden Montag von Kollegium und Mitschülern bei einer Feier gebührend empfangen werde. Gambuzza besucht die Berufspraxisstufe und nimmt seit fünf Jahren an der Inliner-AG der Schule teil. Bei den regionalen Spielen in Neuss ging er zum ersten Mal an den Start. Die Wettbewerbe gefielen ihm so gut, dass er es kaum erwarten konnte, bei den Nationalen Spielen in Kiel zu starten. Begleitet wird er von Daniela Vidic, Lehrerin an der Hilda-Heinemann-Schule.

Alessandro Gambuzza hat sich intensiv vorbereitet. Eine Spende des Vereins Helfende Handwerker unterstützt ihn bei der Finanzierung der Fahrt. Insgesamt starten für Special Olympics Deutschland (SOD) in Abu Dhabi 163 Athleten. Die Mitglieder der 229 Personen umfassenden deutschen Delegation werden auch als Repräsentanten des Gastgeberlandes der nächsten Weltspiele – 2023 in Berlin - gesehen.

Geistigbehinderte messen sich in 24 Sportarten

Wettbewerbe werden in 24 Sportarten ausgetragen. Die Deutschen starten in Badminton, Basketball, Boccia, Bowling, Fußball, Golf, Judo, Kanu, Kraftdreikampf, Leichtathletik, Radfahren, Reiten, Roller Skating, (Freiwasser-)Schwimmen, Tennis, Tischtennis und Volleyball. Mit 24 Athleten stellen die Handballer den größten Anteil. Die Altersspanne reicht von 15 bis 64 Jahren.

20 000 Freiwillige unterstützen die Organisation der Weltspiele. Ein Schwerpunkt ist Special Olympics Unified Sports, bei dem Athleten mit und ohne Behinderung ein Team bilden. So sind einige Sportarten ausschließlich für Unified-Teams ausgeschrieben, zum Beispiel Basketball.

Alle Mitglieder der deutschen Delegation hatten beim Einkleidungsseminar am 19. Januar in Fulda Gelegenheit, sich kennenzulernen.

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