Energiekrise

Stadt Remscheid schaltet das Licht aus, spart aber nur wenig

So ist das Rathaus am heutigen Abend zum letzten Mal zu sehen. Vorläufig jedenfalls.
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So ist das Rathaus am Mittwochabend zum letzten Mal zu sehen. Vorläufig jedenfalls.

Ab Donnerstag bleiben die öffentlichen Gebäude in Remscheid dunkel. Warum das bereits seit einigen Wochen vorbereitet werden muss, erklärt Thomas Judt vom Gebäudemanagement der Stadt Remscheid.

Remscheid. Am heutigen Mittwochabend kann es noch mal erstrahlen. Dann gehört das hell erleuchtete Rathaus der Vergangenheit an. Vorerst jedenfalls.. Ab Donnerstag, 1. September, gelten in ganz Deutschland verbindliche Energiespar-Regeln. Die Schmuckbeleuchtung an öffentlichen Gebäuden bleibt danach ausgeschaltet. Viel Strom sparen wird die Stadt deshalb jedoch nicht.

Seit einigen Wochen schon prüfen Thomas Judt und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom städtischen Gebäudemanagement, welche Lampen, Röhren und Birnen sich bei Dunkelheit gefahrlos abschalten lassen. Hintergrund ist der Krieg Russlands gegen die Ukraine beziehungsweise die gegen den Westen gerichtete Energiekrise.

Um Strom zu sparen, werden ab Donnerstag neben dem Rathaus unter anderem auch das Rathaus in Lüttringhausen, das Ämterhaus, die Klosterkirche und das Röntgen-Museum dunkel bleiben. „Es wird aber auch Gebäude geben, bei denen das nicht der Fall ist“, sagt Thomas Judt und bittet vorab um Verständnis.
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Schließlich erlösche das Licht in den Gebäuden nicht, indem der Hausmeister einen einzelnen Schalter umdrehe. Die Schmuckbeleuchtung ist computergesteuert, die Anlagen zum Teil kompliziert, sagt Judt. Es werde nachgearbeitet. Wo es die Verkehrssicherheit erfordere, bleibe das Licht zudem an, erklärt Judt. Zum Beispiel auf dem Verbindungsweg zwischen Berufskolleg Technik und Walter-Hartmann-Grundschule. „Wenn sich jemand die Ohren bricht, haben wir nichts gewonnen“, sagt Judt.

Remscheid schaltet das Licht aus: Städte sollen Energieverbrauch um 15 bis 20 Prozent reduzieren

Zeitgleich lässt das Gebäudemanagement die Heizungen für die Rathausbüros neu einstellen. Sie sollen im Winter noch auf 19 Grad geheizt werden. Ausnahme sind die Schulen. Dort bleibt es bei 20 Grad.

Um 15 bis 20 Prozent sollen die Städte ihren Energieverbrauch insgesamt reduzieren. Das ist das von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) ausgegebene Ziel. Dass Remscheid das Ziel erreicht, glaubt Thomas Judt nicht. Aus einem einfachen Grund: Anders als andere Städte sei Remscheid seit mehr als 30 Jahren zum Sparen gezwungen.

„Wer bisher nichts oder wenig getan hat, wird deshalb einen spürbaren Effekt erzielen“, sagt Judt: „Wenn wir dagegen drei bis fünf Prozent erreichen, ist das schon viel.“ Darauf hatte auch Stadtkämmerer Sven Wiertz bereits hingewiesen. Der Spareffekt werde sich in Grenzen halten.

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